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So soll der Dinard-Park aussehen (Blick von der Söckinger Kreuzung den Seufzerberg hinunter): Eine Ausfahrt aus der Tiefgarage soll an dieser Stelle nicht möglich sein, so will es der Bauausschuss.

Seufzerberg

Dinard-Park: Einfahrt bleibt   Streitpunkt

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Der Dinard-Park hat für Streit im Bauausschuss gesorgt – wieder einmal. Eine Ausfahrt aus der Tiefgarage via Seufzerberg hat das Gremium zweimal abgelehnt, im Entwurf des Bebauungsplanes steht sie trotzdem drin. Die Bauherren haben dafür gute Gründe – sie arbeiten an einer neuen Lösung.

Starnberg – Der Neubau von fünf Gebäuden zwischen Seufzerberg und Dinardstraße hat im Bauausschuss des Stadtrates für eine scharfe Kontroverse zwischen Ludwig Jägerhuber (CSU) und der Stadtverwaltung gesorgt. Jägerhuber war sichtlich erbost, dass die Tiefgaragenausfahrt nicht alternativlos für die Dinardstraße festgeschrieben werden sollte – dabei hatte sich der Bauausschuss dafür ausgesprochen.

Das Starnberger Unternehmen Ehret+Klein plant fünf Neubauten, darunter einen für die städtische Kindereinrichtung „Spielinsel“ (wir berichteten). Das Ganze läuft unter dem Namen Dinard-Park. Insgesamt sollen dort fast 40 Wohnungen entstehen. Der Bauausschuss hatte im Januar Bedenken gegen die Ein- und Ausfahrt in eine 51 Plätze umfassende Tiefgarage am Seufzerberg (Bahnhofstraße) angemeldet und eine Ausfahrt zur Dinardstraße beschlossen. Die hatten die Planer nun konzipiert, allerdings muss die Rampe wegen der zulässigen Steigung sehr lang sein und füllt die komplette Südseite des Grundstücks, endet in einem Betonkasten und reduziert den Umfang der Grünflächen. Neu im Plan ist auch eine 1,80 Meter hohe Lärmschutzwand zwischen dem Außenbereich der Kindereinrichtung und der Bahnhofstraße.

Im vorhabenbezogenen Bebauungsplan blieb die Option für eine Ein- und Ausfahrt am Seufzerberg jedoch erhalten, zumal der Bauherr mit Nachbarn verhandele, ein sichtbehinderndes Mülltonnenhäuser zu verlagern, wie es in der Sitzung hieß. Jägerhuber hatte dafür kein Verständnis: Es gebe einen klaren Beschluss, wenn auch nicht einstimmig, für eine alleinige Ausfahrt an der Dinardstraße. „Gilt das nichts?“, fragte er. Zudem habe man die Unterlagen erst einen Tag vor der Sitzung erhalten. Bei einem solchen Verhalten dürfe sich die Verwaltung nicht wundern, wenn ihr Handeln kritisch betrachtet werde. Denn: „Die Ein- und Ausfahrt dort wird kritisch bleiben.“

Die Verwaltung wiederum sah in der Option kein Problem. Der Bauherr dürfe Wünsche äußern, sagte Bürgermeisterin Eva John. Die Stadt habe die Unterlagen zudem auch erst kurzfristig erhalten. Auch Stadtbaumeister Stephan Weinl wies darauf hin, dass der Bauherr in den Plan seine Vorstellungen einbringen könne. Bösen Willen wollte die Verwaltung beim Bauherren nicht erkennen. Jägerhubers Antrag, die Option zu streichen, wurde mit einer Stimme Mehrheit angenommen.

Der Bau soll voraussichtlich gegen Jahresende beginnen. Die Kindereinrichtung wird während der rund zweijährigen Bauzeit in Containern an der Ludwigstraße untergebracht (wir berichteten).

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