Sturm „Bianca“ fegt über den Landkreis

Schaden behoben: S6 fährt wieder

Sturm „Bianca“ zieht derzeit über den Landkreis Starnberg hinweg. Zahlreiche Feuerwehren mussten wegen umgestürzter Bäume ausrücken. Der Sturm hat auch Folgen für den Bahnverkehr.

Update 14.30 Uhr: Die S-Bahn-Strecke Starnberg-Tutzing ist wieder frei, erste Züge fahren - allerdings nur im 40-Minuten-Takt. Der Schienenersatzverkehr fährt noch eine Weile parallel. 

Im Sturm gab es in Krailling einen schrecklichen Unfall - ein Baum stürzte auf einen Pkw

Update 9.44 Uhr: Die in der Nacht gesperrten Straßen sind weitgehend wieder frei, es gibt aber Ausnahmen. Die S6 kann weiter zwischen Tutzing und Starnberg nicht fahren; Züge aus München wenden in Starnberg. Wie lange die Sperrung dauern wird und Taxis und Busse fahren, ist offen. „Bisher haben wir leider keine Informationen zur Dauer der Sperrung“, heißt es im Störmelder des S-Bahn.

Die Feuerwehr zählte in der Nacht mehr als 50 Einsätze, zumeist umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste.

Update Freitag, 6.30 Uhr: Die S-Bahn fährt teilweise wieder. Die S8 normal, die S6 nicht zwischen Starnberg und Tutzing. Die Strecke dort ist gesperrt, es fahren Taxis als Ersatzverkehr. 

Regionalzüge fahren derzeit nicht auf der Strecke München-Starnberg-Tutzing und weiter Richtung Süden. Zwischen Murnau und Starnberg fahren Busse.  

Update 23.10 Uhr: Der S-Bahn-Betrieb im Bereich München ist eingestellt worden, meldet die Bahn.Nur auf der Stammstrecke gibt es einen Pendelverkehr. Der Zugverkehr im Werdenfelsnetz (München-Starnberg-Tutzing-Weilheim-Garmisch, Tutzing-Kochel, usw.) ist ebenfalls eingestellt worden.

Gesperrt sind unter anderem die Straßen zwischen Neuried und Gauting sowie zwischen Leutstetten und Oberdill. 

Der Sturm hat aufgedreht - in Andechs wurden 94 km/h gemessen, was Windstärke 10 entspricht. 

Die Erstmeldung von 22 Uhr:

Starnberg - Der nächste Sturm ist da, und wieder fallen reihenweise Bäume um: „Bianca“ zieht über den Landkreis Starnberg hinweg und lässt reihenweise Bäume umstürzen. Feuerwehren rückten ab Abend im ganzen Landkreis aus, um Straßen freizuräumen. Von schweren Unglücken ist bisher nichts bekannt.

„Bianca“ wird laut Unwetterwarnungen bis gegen 4 Uhr toben und Windgeschwindigkeiten bis 115 km/h bringen. Das ist Windstärke 11 und wird als orkanartig beschrieben. Es gilt derzeit die zweithöchste Warnstufe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Ähnlich schätzt unwetterzentrale.de die Lage ein, geht aber von Sturm bis gegen 7 Uhr aus. Zuletzt wurden in Andechs Windgeschwindigkeiten von rund 75 km/h gemessen, ebenso am Starnberger See. In Böen wird der Sturm jedoch teils deutlich stärker.

Sturm „Bianca“: Folgen für den Verkehr

Mehrere Straßen waren am Abend gesperrt, weil es für Helfer zu gefährlich war, in die Waldstücke zu fahren, um Bäume zu beseitigen. 

Folgen für den Bahnverkehr gibt es ebenfalls. Die S-Bahnen fahren auf allen Linien langsamer, was zu Verspätungen führt. Auch einigen Strecken wie dem Werdenfelsnetz wird am Freitag der Betrieb erst nach Erkundungsfahrten aufgenommen, teilte die Bahn mit. 

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