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Spatenstich im Nebel: Thorsten Gröber, SV-Söcking-Vorsitzender Holger Knigge, Bürger meisterin Eva John, E-Jugend-Fußballer Paul Schäfer, Martin Bleiner (Büro L+P), Abteilungsleiter Jürgen Dilk, Marcus Mahn (Terrabiota), 2. Vorsitzender Peter Koziol, Albert Gleißner (Baufirma Kutter) und Mechthild von Puttkamer (Terrabiota; v.l.) gestern Mittag auf der Sportanlage an der Alersbergstraße.

SV Söcking

Vorzeitige Bescherung am Sportplatz

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Söcking - Der SV Söcking hat am Mittwoch ein wichtiges Projekt gestartet: Auf der Sportanlage an der Alersbergstraße war Spatenstich für einen neuen Kunstrasenplatz.

Die Zahlen sind beeindruckend: Mit rund 1000 Mitgliedern, darunter alleine 300 Fußball-Kinder, ist der SV Söcking der zweitgrößte Sportverein in Starnberg. Die Sportanlage an der Alersbergstraße konnte mit dem Zuwachs der vergangenen Jahre aber nicht mithalten. Trainingsstunden müssen je nach Witterung immer mal wieder ausfallen.

„Der Spielbetrieb führt zu einer extrem hohen Auslastung der beiden Rasenplätze“, erklärt Vorsitzender Holger Knigge – und führt diese Rechnung an: Nach Ansicht von Fachleuten sollte ein Rasenplatz nicht länger als etwa 400 Stunden pro Jahr ausgelastet werden. Dieser Wert liege beim Trainingsplatz in Söcking bei etwa 1300 Stunden, also mehr als dreimal so hoch. „Und die Frequenz wird sich angesichts der ungebrochenen Attraktivität für den Fußball eher noch erhöhen“, sagt Knigge.

Umso wichtiger war der gestrige Termin, der Spatenstich für den Kunstrasen-Kleinfeldplatz. Dort können künftig die ganz jungen „Söckchen“ und die F-, E- und D-Jugend-Mannschaften spielen, also die Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren. Im Nachwuchsbereich hat der SV Söcking eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Perchting, stellt insgesamt 14 Jugendmannschaften.

160 000 Euro Kosten sind für den Kunstrasenplatz eingeplant. 96 000 Euro davon übernimmt die Stadt, dazu kommen ein Zuschuss des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) und reichlich Unterstützung durch die Eltern des fußballbegeisterten Nachwuchses. Ein Vater stelle allein 20 000 Euro Einzelspende zur Verfügung, betonte Knigge. Darüber hinaus plant der Verein eine Patenschafts-Aktion. Gegen einen Geldbetrag werden einzelne Parzellen des neuen Platzes vergeben, die jeweiligen Spender sollen auf einer Tafel verewigt werden, erklärte Fußballabteilungsleiter Jürgen Dilk.

Für die Verantwortlichen markierte der Spatenstich auch das Ende der Planungen nach mehr als anderthalb Jahren. Bereits im Mai 2015 wurde der Bauantrag eingereicht, der schnellen Zustimmung durch die Stadt hätten langwierige Anforderungen des Landratsamtes entgegengestanden, sagt Knigge. Unter anderem habe ein Genehmigungsnachweis aus grauer Vorzeit gefehlt, dazu seien Bodengutachten, Immissionsprüfung und Stromanschlussplanung erforderlich gewesen. „Gottlob ist jetzt alles in trockenen Tüchern.“

Und so wehte gestern Mittag eine gewisse weihnachtliche Vorfreude über die eisige, nebelverhangene Sportanlage. Es war quasi eine vorgezogene Bescherung für alle Fußballkinder, deren Eltern und Trainer.

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