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In der Nacht: Tempo 30 auf Hanfelder Straße in Starnberg

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Lichtstreifen sind bei der Langzeitbelichtung Fahrzeuge auf der Leipziger Straße zu erkennen
Tempo 30 soll künftig in der Nacht auf der Hanfelder Straße in Starnberg gelten. © Paul Zinken / dpa

Obacht, Autofahrer: Wer nachts auf der Hanfelder Straße in Starnberg unterwegs ist, sollte es nicht übertreiben mit dem Gaspedal. Dort gilt nämlich künftig zu später Stunde Tempo 30.

Starnberg - Im Lauf der kommenden Monate wird an der Hanfelder Straße in Starnberg ein nächtliches Tempolimit von 30 km/h verhängt. Hintergrund ist der Lärmschutz für Anwohner, und es ist nicht der erste Anlauf dafür.

Die inzwischen städtische Hanfelder Straße war bereits vor mehr als zwei Jahren einmal mit Tempo 40 in der Zeit von 22 bis 6 Uhr versehen worden, was allerdings nicht lange hielt, nämlich nicht einmal ein Jahr. Denn: Zwar kann die Stadt auf ihren Straßen gewissermaßen machen, was sie will, und braucht nicht die Zustimmung des Landratsamtes, solange keine überregionalen Straßen wie die B 2 betroffen sind. Es gibt aber eine Ausnahme: den Lärmschutz. Das hatte man 2019 wohl übersehen, weswegen die Schilder recht schnell auf Druck des Landratsamt wieder verschwanden, weil der Behörde die Nachweise nicht ausreichten. Die Stadt stellte einen neuen Antrag unterlegt mit einem neuen Lärmgutachten. Ziel diesmal: 30 km/h, weil 40 eigentlich dafür nicht vorgesehen ist.

Der Antrag wird im Landratsamt derzeit geprüft. Dessen Sprecher Stefan Diebl zufolge ist die Bearbeitung weit fortgeschritten; im Februar sei mit einer Entscheidung zu rechnen. Die Stadt wartet nur darauf. Sprecherin Lena Choi: „Erst wenn die Zustimmung erteilt ist, kann die Stadt Starnberg entsprechend tätig werden.“

Dass es an der Hanfelder Straße nachts sehr laut ist, ist keine Neuigkeit – es gibt bereits Einschränkungen in Bebauungsplänen zur Lage von Wohn- und Schlafbereichen. Mit der Entscheidung der Kreisverwaltung wird sich dann auch zeigen, ob die Regelung auch für die Söckinger Straße und die Andechser Straße zum Tragen kommen kann, wie einst von der Stadt beabsichtigt. Die Stadt hat nach Freigabe der Westumfahrung die ehemaligen Staatsstraßen als Gemeindestraßen übernommen und plant Veränderungen über den bisher an der Hanfelder Straße angelegten Fahrradschutzstreifen hinaus. Die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Nacht war stets Teil dieser Überlegungen.

Text: Michael Stürzer

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