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Die Tiefgarage des Centrums ist mit 307 Stellplätzen die größte öffentliche Parkgarage der Stadt. Wie viel er bei einem Verkauf erzielen möchte, lässt Eigentümer Dr. Michael Krenn offen. Er spricht von „marktgerechten Preisen“. 

Stadtentwicklung

Tiefgarage am Centrum: Eigentümer drückt auf die Tube

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Nach dem Verkauf der Ladenpassage im Centrum arbeitet der Eigentümer nun mit Hochdruck an der Veräußerung der Tiefgarage. Ob die Stadt dabei zum Zug kommt, ist unklar.

Starnberg – Knapp sechs Wochen ist mittlerweile die Nachricht alt, dass die Ladenpassage des Starnberger Centrums verkauft ist. Chinesische Investoren haben zugeschlagen und die seit Jahren leer stehenden Geschäftsräume vom Eigentümer Alte Post Flensburg erworben (wir berichteten). Nun ist Alte-Post-Geschäftsführer Dr. Michael Krenn damit beschäftigt, auch für die weiteren Bereiche der mehr als 20 Jahre alten Immobilie Käufer zu finden – vor allem für die Tiefgarage. Krenn ist zuversichtlich, bis Ende des Jahres das Geschäft über die Bühne gebracht zu haben, wie er auf Anfrage des Starnberger Merkur sagte.

Die Tiefgarage verfügt über 307 Stellplätze und befindet sich nach Aussagen Krenns in einem „Top-Zustand für ihr Alter“. Lediglich Böden und Beschichtungen müssten erneuert, die Betonsäulen mittelfristig saniert werden. „Die Statik ist aber null Problem.“ Zwei private Interessenten gebe es bereits – „hochseriöse Geschäftsleute“, wie Krenn betont. Dabei handelt es sich um Investoren, die bereits an anderen Orten öffentliche Garagen betreiben. Sollte ein privater Investor zum Zug kommen, hätte das durchaus Brisanz: Zum einen hat die Stadt in der Centrums-Garage 50 Dauerstellplätze angemietet; auch für Besucher des Rathauses und der Schlossberghalle ist die Tiefgarage die nächstliegende Parkmöglichkeit. Zum anderen sind die Eigentumsrechte rund um das Centrum und die Schlossberghalle sehr komplex. Krenn: „Das Grundstück gehört zu 60 Prozent der Stadt und zu 40 Prozent der Alten Post, die Tiefgarage ist aber zu 100 Prozent Sondereigentum der Alten Post.“ So lange er Eigentümer der Garage sei, werde er sie in einem guten Zustand halten. Wie sich das bei einem Dritten verhalte, könne er aber nicht abschätzen. „Dann hätte die Stadt keinen Einfluss mehr auf die Tiefgarage im eigenen Haus.“

Bei seinen Verhandlungen will der Geschäftsmann die Tür für die Stadt offen halten, drückt allerdings auch auf die Tube. „Jetzt ist Bewegung in der Angelegenheit“, sagt er. „Wie schnell die Bewegung ist, wird sich zeigen“ – ebenso, ob die Stadt in konkrete Verhandlungen treten wird. Unterlagen habe er der Verwaltung zur Verfügung gestellt, auch Termine mit einem Gutachter soll es geben. Bürgermeisterin Eva John bestätigte auf Anfrage des Starnberger Merkur die Gespräche auf Basis eines Stadtratsbeschlusses, wollte sich aber wegen der laufenden Verhandlungen zu Inhalten nicht äußern. Krenn ist dennoch zurückhaltend: „Ich befürchte, dass sich die Stadt mal wieder zu lange Zeit lässt.“

Was – unabhängig von der Zukunft der Tiefgarage – aus der Ladenpassage wird, ist derweil immer noch ein Geheimnis. „Ich gehe davon aus, dass die neuen Eigentümer einen Masterplan haben“, sagt Krenn. Wie der ausschaut, wisse er aber selbst nicht. „Ich habe die zwei chinesischen Damen nur zweimal gesehen.“ Der Eindruck war äußerst positiv. Die Eigentumsübergabe sei mittlerweile abgeschlossen, die Käufer hätten alle Fristen eingehalten.

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