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Die besten Vorleser des Landkreises Starnberg (oben, v.l.) Julian Graßmann, Carl Nebhuth, Michael Hauseder, Annabella Marelja, Lea Berthold, Anna Hofmann und Yasmin Blass. Unten v.l.: Denise Landsberg, Ferdinand Gehlen, Lorea Ufer, Luca Kireth und Leah Burkes.

Vorlesewettbewerb

Timm Thaler lauert in Runde zwei

Starnberg - Hervorragende Leistungen bei Regionalentscheid des Landkreises Starnberg im Vorlesen – Ferdinand Gehlen siegt.

Der Raum ist geladen mit freudiger Spannung. Alle sind aufgeregt, es wird geflüstert. In der Stadtbücherei Starnberg füllen sich die Sitzreihen. Stolze Väter, Mütter, Omas, Opas, Lehrer und Freunde sind gekommen, um die Teilnehmer des Vorlesewettbewerbs zu unterstützen. Im Regionalentscheid des Landkreises lesen in diesem Jahr zwölf Sechstklässler um die Wette. Bevor es losgeht, ziehen sich einige Kinder in stille Nischen der Bücherei zurück, um ein letztes Mal die Zeilen ihres vorbereiteten Textes zu üben.

Julian sitzt zwischen Bücherregalen auf dem Boden. „Wir drücken ihm die Daumen und sind auch schon aufgeregt“, sagt sein Kumpel Florian. Lorea hat ihre Louisa als Unterstützung mitgebracht. Die berichtet stolz: „Wir haben zusammen die Betonung geübt und wichtige Wörter unterstrichen.“ Jeder hat drei Minuten Zeit, seine Textstelle vorzutragen. Bewertet wird, ob die Kinder sicher und flüssig lesen, dem Publikum die Stimmung des Textes vermitteln können und die Zeitplanung stimmt.

In der Jury sitzen Thomas Maier-Bandomer, Deutschlehrer des Gymnasiums Starnberg sowie Bettina Degenhart und Elisabeth Buchner von der Stadtbücherei. Außerdem Elisabeth Carr von den KunstRäumen am See und ein Mitarbeiterin des Starnberger Merkurs. Während die Schüler vorlesen, ist es mucksmäuschenstill. Danach gibt es Applaus. „Jeder einzelne Vortrag ist ein besonderes Erlebnis“, sagt Moderatorin Katja Böhm, Deutschlehrerin am Gymnasium Starnberg. Nach der ersten Runde müssen die fünf Mädchen und sechs Buben einen zweiten, ihnen unbekannten Text lesen.

In diesem Jahr ist es „Timm Thaler“, der im Jahr 1962 geschriebene Roman von James Krüss. Das ist deutlich schwerer, aber die Elf- bis Zwölfjährigen schlagen sich gut. Ferdinand Gehlen ganz besonders. Er liest souverän, hebt und senkt seine Stimme, erweckt den Text so zum Leben. Für die Entscheidung der Jury war das am Ende ausschlaggebend: Ferdinand gewinnt.

Stolz geht er nach vorne und nimmt seine goldene Siegerurkunde entgegen. „Damit habe ich nicht gerechnet, ich freue mich unglaublich!“, sagt er. Er hat sich vorbereitet, indem er seinen Verwandten vorlas. „Aber sonst habe ich versucht, möglichst wenig dran zu denken.“ Er wird nun den Landkreis Starnberg am 18. April im Bezirksentscheid in Rosenheim vertreten.

„Mit der goldenen Siegerurkunde kommt man eine Runde weiter, mit den Teilnehmerurkunden kommen alle glücklich heim“, verkündet Katja Böhm am Ende des Wettbewerbs. Neben der Urkunde dürfen die Teilnehmer das Buch „Last Secrets – Das Rätsel von Loch Ness“, eine Jugendliteraturzeitschrift und das Kindermagazin „Dein Spiegel“ mit nach Hause nehmen. So waren die Kleinen am Ende alle Gewinner.

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