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Klassenerhalt am Grünen Tisch: Die Entscheidung des Deutschen Tischtennis-Bunds spielt Oberligist TSV Starnberg um Abteilungsleiter Pragash Mohanamoorthy in die Karten. 

Tischtennis

Verband wertet die aktuellen Tabellen

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Die Entscheidung ist gefallen. Seit Mittwoch ist klar, wie es mit dem Tischtennissport in der kommenden Saison weitergeht. Der nationale Verband trifft eine mutige Entscheidung und annulliert nicht die komplette Saison.

LandkreisIn vielen Sportarten wissen die Verantwortlichen noch nicht, wie es nach der Corona-Krise weitergehen soll. Im Tischtennis wurden am Mittwoch durch eine Meldung des Deutschen Tischtennisbundes Nägel mit Köpfen gemacht. Als Abschlusstabelle wird der Stand der Rangliste zum Zeitpunkt des Abbruchs Mitte März genommen. „Eigentlich sollte die Entscheidung erst nächste Woche bekannt gemacht werden. Aber die Anzahl an Nachfragen war wohl zu groß“, mutmaßt Pragash Mohanamoorthy. Auch der Abteilungsleiter des Oberligisten TSV 1880 Starnberg hat nun Planungssicherheit. „Es gab keine Optimallösung“, sagt Mohanamoorthy. Für den TSV 1880 ist die Entscheidung gut, denn das Team war noch nicht gesichert. Es hatte nur einen Punkt Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz.

In einer ähnlichen Situation steckte der TSV Gräfelfing in der Regionalliga. „Ich habe nach der schlimmen Niederlage gegen Fürstenfeldbruck noch gescherzt, dass uns nur ein Abbruch retten könnte“, sagt Mannschaftskapitän Jonas Becker. Da es auch keine Relegation mehr in dieser Spielzeit gibt, haben seine Wölfe den Ligaverbleib ebenfalls geschafft. Leidtragender ist der TTC Holzhausen, der mit nur einem Sieg Rückstand auf die Würmtaler vermutlich absteigen muss. „Für manche Mannschaften ist die Entscheidung natürlich sehr bitter. Es könnte noch den einen oder anderen Einspruch geben“, urteilt Becker.

In vielen Ligen stand noch längst nicht fest, wer absteigen muss oder wer den Aufstieg schafft. Für Teams wie den TSV Starnberg II in der Bezirksoberliga Oberbayern-Süd oder den SV Söcking in der Bezirksklasse A, die zum Zeitpunkt des Abbruchs jeweils kurz vor der Fixierung der Meisterschaft standen, ist die Entscheidung natürlich gut. Eine andere Möglichkeit wäre nämlich gewesen, die Saison noch einmal komplett von vorne zu beginnen. „Ein weiteres Jahr in der Bezirksoberliga wäre für uns verschenkt gewesen“, sagt Mohanamoorthy.

Der TSV Pentenried ist dagegen auf den ersten Blick Leidtragender der aufgestellten Wertungsregel. Die Römerfelder müssen sich wohl oder übel mit ihren ersten Herren nach nur einem Jahr wieder aus der Landesliga verabschieden. „Die Mannschaft wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit eh abgestiegen“, sagt TSV-Abteilungsleiter Dieter Schmied. Mit Blick auf die Reserve zieht er daher ein positives Fazit: „Unsere zweite Mannschaft hat sich dadurch gerettet, wir sind also auch eher bevorteilt.“

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