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78-Jährige aus Pöcking stirbt bei Unfall auf B2 in Starnberg: Rätselraten über Ursache

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Von: Tobias Gmach, Peter Schiebel

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Zwei Autos auf der B2 in Starnberg, heftig demoliert, nach einem tödlichen Unfall.
Heftiger Zusammenstoß im Stadtgebiet: Die beiden Unfallfahrzeuge auf der B2 in Starnberg. © Feuerwehr Starnberg

Ein tödlicher Unfall ereignete sich am Mittwochmittag auf der B2 in Starnberg. Eine 78-jährige Frau aus Pöcking prallte mit ihrem Auto in ein anderes und verlor dabei ihr Leben. Die Ursache soll ein Gutachten aufklären.

+++ Update: Mittwoch, 16.45 Uhr +++

Gab es ein gesundheitliches Problem? War es ein Moment der Unachtsamkeit? Oder was war sonst der Grund dafür, dass eine 78 Jahte alte Autofahrerin aus Pöcking am gestrigen Mittwoch gegen 12.25 Uhr auf der B 2 kurz hinter der Kreuzung Waldspielplatz/Mozartstraße auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal mit einem BMW zusammengestoßen ist? Die Staatsanwaltschaft München II hat ein unfallanalytisches Gutachten durch einen Sachverständigen angeordnet, um Antworten auf diese Fragen zu finden.

Bislang steht fest, dass die Frau aus Pöcking mit ihrem VW Up vom Maxhofkreisel kommend in Richtung Innenstadt unterwegs war und noch vor der leichten Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geriet – just in dem Moment, als dort eine 73 Jahre alte Frau aus Feldafing mit ihrem 2er-BMW fuhr. Mit im Auto saß ihr 82 Jahre alter Ehemann, wie Peter Madjar von der Polizeiinspektion Starnberg berichtet. In dem Bereich gilt Tempo 70 km/h. Durch den Zusammenprall wurden beide Fahrzeuge deformiert und alle Insassen schwer verletzt.

Noch bevor die Feuerwehr eingetroffen sei, hätten Zeugen angefangen, Erste Hilfe zu leisten, berichtet Starnbergs Kommandant Markus Grasl auf Anfrage des Starnberger Merkur. Darunter seien eine Ärztin und ein Feuerwehrmann aus Berg gewesen, die zufällig an Ort und Stelle gewesen seien. Polizeihauptkommissar Madjar berichtet zudem von einer Anwohnerin, die nach dem lauten Knall zur Unfallstelle geeilt sei, um zu helfen.

Sachschaden laut Polizei: rund 40 000 Euro

Die 78-Jährige sei von Ersthelfern bereits aus dem Fahrzeug geholt worden, erklärt Grasl. Noch am Unfallort begannen die Einsatzkräfte wenig später damit, die Frau zu reanimieren. Sie erlag jedoch noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Das Ehepaar aus Feldafing wurde von Feuerwehrleuten mit Schaufeltrage und Rückenbrett aus dem BMW ins Freie gebracht. Die schwer verletzte Ehefrau wurde vom Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, ihr ebenfalls schwer verletzter Ehemann kam mit einem Rettungswagen ins Klinikum Starnberg. Den an den Fahrzeugen entstandenen Sachschaden gab die Polizei mit etwa 40 000 Euro an.

Nach dem Unfall blieb die B 2 zwischen Maxhofkreisel und Söckinger Kreuzung bis um kurz vor 17 Uhr voll gesperrt, was erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr hatte. Im Einsatz waren neben der Polizei und dem Rettungsdienst auch das Technische Hilfswerk (THW) sowie Feuerwehrleute aus Starnberg, Söcking und von der Kreisbrandinspektion. Kameraden aus Hadorf wurden später zur Ablösung ebenfalls alarmiert.

Was bleibt, ist das Rätselraten um die Ursache. Die Polizei stützt ihre Angaben vor allem auf die Aussagen der Insassen von zwei Fahrzeugen, die sich hinter dem VW der Pöckingerin befanden. Alles Weitere soll nun der Gutachter klären. Ob die Staatsanwaltschaft darüber hinaus eine Obduktion der Leiche anordnet, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, stand gestern noch nicht fest.

Im Stadtgebiet von Starnberg war es der erste tödliche Verkehrsunfall seit mehr als vier Jahren. Im November 2017 war eine 81 Jahre alte Fußgängerin auf einem Gehweg an der Münchner Straße von einem Transporter überrollt worden. Sie erlag wenig später ihren schweren Verletzungen.

Erstmeldung vom Mittwoch, 15 Uhr

Starnberg - Eine Frau starb, eine weitere und ihr Ehemann wurden schwer verletzt: Das ist das traurige Resultat eines Verkehrsunfalls, der sich am Mittwoch gegen 12.25 Uhr auf der B2 in Starnberg ereignete. Die Straße war nach Angaben der Polizei um 14.45 Uhr noch komplett gesperrt.

Eine 78-jährige Pöckingerin fuhr mit ihrem VW-Pkw Richtung Starnberg. Zur gleichen Zeit war eine 73-jährige Frau aus Feldafing mit ihrem BMW Richtung Pöcking unterwegs. Mit in ihrem Auto saß noch ihr 82-jähriger Ehemann. Kurz nach der Abzweigung zum Waldspielplatz kam die Pöckingerin aus bislang ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn. Die Folge war ein heftiger Zusammenstoß. Die 78-Jährige wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Die Reanimation war erfolglos, sie starb an der Unfallstelle.

Die schwer verletzte Frau aus Feldafing brachte ein Rettungshubschrauber ins Krankenhaus, während ihr ebenfalls schwer verletzter Ehemann mit dem Rettungswagen ins Klinikum gefahren wurde. Den Gesamtschaden an den Autos beziffert die Polizei mit rund 40 000 Euro. Die Staatsanwaltschaft München II ordnete ein unfallanalytisches Gutachten durch einen Sachverständigen an. Bis dieses erstellt ist, bleibt die B2 noch komplett gesperrt, hieß es am Nachmittag.

Die Feuerwehren aus Starnberg und Söcking leiten den Verkehr um. Am Ende seines Berichts schreibt Polizeihauptkommissar Peter Madjar: „Der Unfallhergang wurde durch zwei Zeugen beobachtet. Falls sich hier noch Änderungen zum Unfallhergang ergeben sollten, wird sofort nachberichtet.“

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