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Blick auf Hechendorf über den Pilsensee: Seefeld ist Spitzenreiter bei den Übernachtungen im Sommer – wegen der Campingplätze.

Noch mehr Übernachtungen

Tourismus auf Rekordkurs: Mehr Gäste als jemals zuvor

Schon in der Saison 2018 verzeichnete der Landkreis mehr Übernachtungen als je zuvor. Nun wurde der Rekord erneut geknackt. Das geht aus der Sommerhalbjahr-Bilanz der gwt hervor.

Landkreis – Der Tourismus im Landkreis Starnberg hat im Sommer 2019 Rekordwerte bei Übernachtungen und Gästezahlen erzielt – und das Winterhalbjahr bis Ende April läuft ebenfalls famos. Klaus Götzl, bei der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung (gwt) für das Tourismus-Segment zuständig, ist hoch zufrieden.

Die Statistik weist für den gesamten Landkreis, der nicht identisch mit dem Zuständigkeitsgebiet der gwt ist, da sie auch Dießen betreut, 544 995 Übernachtungen für die Monate Mai bis Oktober aus. Das sind rund 28 000 oder 5,5 Prozent mehr als im Sommerhalbjahr 2018. Und der Wert von 2018 war schon ein Rekord, weil erstmals die 500 000-Marke überschritten worden war. Diese Zahlen beziehen sich nur auf Hotels, Pensionen und Campingplätze mit zehn oder mehr Betten bzw. Plätzen. Gestiegen, aber nicht auf Rekordniveau, sind die Übernachtungen in Kleinbetrieben und Privatquartieren. 40 645 Übernachtungen waren es dort von Mai bis Oktober, ebenfalls ein Zuwachs von mehr als fünf Prozent.

Seefeld und Herrsching an der Spitze

Top-Gemeinde bei den Übernachtungen ist Seefeld (96 435) gefolgt von Herrsching mit 88 530 und Starnberg mit 54 680. Bei Seefeld wirken sich die Campingplätze im Sommer stärker aus als im gesamten Jahr. „Das ist ein Riesentrend, auch bei uns“, sagt Götzl. Gilching war früher wahrlich kein ausgeprägter Übernachtungsort, weist inzwischen aber rund 35 000 Übernachtungen aus – dabei macht sich das Marriott-Hotel bemerkbar. Die Zahlen sind mit Werten aus früheren Jahrzehnten nur bedingt vergleichbar, weil Campingplätze damals nicht in die Statistik einflossen. Die dürfe man nicht unterschätzen, auch wirtschaftlich sagt Götzl. Ein Hotelgast gibt grob geschätzt 132 Euro pro Tag aus, ein Gast in einem Privatquartier oder auf einem Campingplatz etwa 80 Euro.

Einen Rekord gab es auch bei den Gästeankünften, also vereinfacht gesagt der Zahl der Übernachtungsgäste. Mit 204 682 waren es 2019 im Landkreis so viele wie noch nie in einem Sommerhalbjahr und erstmals mehr als 200 000. Vor zehn Jahren waren es – als Vergleich – 50 000 weniger. Die Steigerung gegenüber 2018 liegt bei 4,9 Prozent bezogen auf Hotels mit zehn und mehr Betten.

Jahresbilanz steht noch aus

Eine Auswertung für das Gesamtjahr liegt noch nicht vor – die Zahlen für Dezember fehlen noch. Götzl rechnet mit mehr als 800 000 Übernachtungen, auch das wäre ein Rekord. Im Sommer sind die Unterkünfte alle voll; Steigerungen seien nur mit neuen Hotels zu erreichen. Nicht so in der Vor- und Nachsaison. Dafür wirbt die gwt um Tagungstouristen und beispielsweise Golfspieler, Letzteres insbesondere in der Schweiz. Das wirkt: Die Schweizer stellen mit fast 18 000 inzwischen die größte Gruppe ausländischer Übernachtungsgäste. 83 Prozent kommen aber immer noch aus Deutschland, wobei deren Anteil sinkt.

Eine detaillierte Auswertung will die gwt in einigen Wochen vorlegen, wenn das Jahr 2020 abgerechnet ist. Im Frühjahr erwartet Götzl weitere interessante Zahlen, da derzeit eine Untersuchung läuft, die die wirtschaftliche Bedeutung von Tagestouristen und deren Herkunft im Landkreis beleuchtet. Sie bringen zwei Drittel des Umsatzes im Tourismus.

Lesen Sie auch: Ein weiterer Faktor spielt für den Tourismus in der Region eine wichtige Rolle.

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