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Trainieren an der frischen Luft: Starnberger Gymnasiastin macht sich für Calisthenics-Park stark

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Von: Katja Brenner

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Nellie Prehofer
Noch hält sie sich im selbst gebauten Calisthenics-Park im Carport ihrer Eltern fit. Damit auch andere in den Genuss eines solchen Sportangebots kommen können, hat die 13-jährige Nellie Prehofer einen Antrag an die Stadt gestellt. © Dagmar Rutt

In München und Umgebung gibt es bereits einige Calisthenics-Parks, in Starnberg nicht. Das will Nellie Prehofer ändern. Daher hat die sportliche 13-Jährige einen Bürgerantrag gestellt.

Starnberg – Da soll noch einmal jemand behaupten, junge Menschen wüssten nicht, wie sie ihren Anliegen politisch Gehör verschaffen können. Wegen der Corona-Pandemie wurde die ursprünglich für heute angesetzte Bürgerversammlung bekanntlich abgesagt, Anträge können jedoch gestellt werden. Eine der wohl jüngsten Antragstellerinnen überhaupt ist Nellie Prehofer. Die 13-jährige Gymnasiastin aus Starnberg ist eine echte Sportskanone. Ihr Lieblingssport: Calisthenics – ein Krafttraining, bei dem man mit dem Eigengewicht an Barren und Reck nachempfundenen Geräten an der frischen Luft trainiert. In und um München gibt es bereits einige Calisthenics-Parks, in Starnberg keinen.

Daher hatte Prehofer die Idee, über einen Bürgerantrag der Stadtverwaltung vorzuschlagen, einen solchen Park im Stadtgebiet einzurichten. Mögliche Standorte für das Freizeitangebot lieferte sie gleich mit: im Bürgerpark, zwischen Undosa und Kinderspielplatz oder auf der Wiese hinter der Nepomukbrücke am Uferweg. Die 13-Jährige schreibt in ihrem Antrag, dass ein „Calisthenics-Park eine Bereicherung für Starnberg“ wäre, „denn er braucht wenig Platz und ist relativ günstig, weil es keinen geschlossenen Raum braucht“. Ein Beispiel: Ein in Haimhausen (Kreis Dachau) erst diesen Sommer eingeweihter Calisthenics-Park kostete rund 20 000 Euro.

Außerdem sieht Prehofer das für jeden zugängliche Freizeitangebot als einen Beitrag zur Gesundheitsförderung. „Ich glaube, dass das für ganz viele Leute gut ist“, sagt sie im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Schließlich sei das Krafttraining Grundlage für viele andere Sportarten. Noch ein Pluspunkt: Im Calisthenics-Park trifft man Gleichgesinnte.

Viele Calisthenics-Parks konnte Prehofer sich noch nicht ansehen, da sie erst vor einem Jahr mit dem Sport begonnen hat und die Parks wie Spielplätze im ersten Lockdown geschlossen wurden. Auch ihren anderen Sport, das Klettern, kann sie derzeit nicht ausüben, da die DAV-Kletterhalle geschlossen ist.

Darunter solle das Training aber nicht leiden. Also haben sie und ihre Familie sich einen kleinen Calisthenics-Park Marke Eigenbau in ihrem Carport eingerichtet. Auch die Nachbarn kommen gerne rüber, um zu trainieren. „Die finden das alle ziemlich cool“, sagt sie sportliche 13-Jährige. Dennoch hofft sie auf einen richtigen Park. Sollte ihr Antrag eine Mehrheit finden, will sie sich die Diskussion darüber im Stadtrat nicht entgehen lassen. Sie findet es wichtig, dass Jugendliche sich einbringen. „Ich habe mein Bestes gegeben“, sagt sie, „hoffentlich klappt’s“.

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