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Alkohol, Glasscherben und Müll sind gerade nach Wochenenden im Grundschul-Pausenhof zu finden. 

Nach Beschwerden

Trinkgelage und Lärm vor Grundschule: Stadt Starnberg und Polizei reagieren 

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Zerdepperte Glasflaschen, Kondome im Garten, jede Menge Müll: Die Trinkgelage Jugendlicher vor der Ferdinand-Maria-Grundschule regen viele Bürger auf. So sehr, dass Vertreter von Stadt und Polizei nun bei einem Treffen nach Lösungen suchen wollen.

Starnberg – Die Jugendlichen trinken Bier, Wodka und Whisky, zerhauen die Glasflaschen, hören laut Musik und schreien herum. Sie reißen Zaunlatten aus, um ihre Kräfte zu testen und pinkeln in Gärten: Das erzählt der 48-jährige Starnberger Andy Hubert. Sein Schlafzimmerfenster zeigt in Richtung des Pausenhofs der Ferdinand-Maria-Grundschule – ein teils überdachter Bereich mit Tischen, Bänken und Spielgeräten. Und ein Problemort, wenn es nach Hubert und vielen anderen geht. In den Sommerferien trafen sich die Jugendlichen wohl besonders oft. Die Hausmeister der Schule mussten offenbar fast täglich Glasscherben zusammenkehren und den Müll wegräumen. Das geht aus einer Debatte auf Facebook hervor, in der sich die Nutzer in mehr als 150 Kommentaren über die Zustände beklagen.

„Ein Bierchen trinken und Musik in angemessener Lautstärke wäre völlig okay“ , sagt Hubert. Ihm sei klar, dass Jugendliche in Starnberg „von vielen Orten vertrieben“ werden. „Aber diese Rücksichtslosigkeit stört mich.“ Er habe sogar Kondome in seinem Garten gefunden. Hubert und seine Mutter, die ebenfalls in der Umgebung wohnt, hätten mehrfach die Polizei gerufen. „Es hieß nur immer: Wir haben keine Zeit, wir kümmern uns später, oder: Wir schicken mal jemanden vorbei“, sagt der Anwohner.

Kai Motschmann, Sachbearbeiter Einsatz der Polizei, sagt: „Wir brauchen konkrete Hinweise, denen wir nachgehen können. Alle paar Stunden vorbeizufahren, ist uns nicht möglich.“ Der Pausenhof sei nicht als Brennpunkt bekannt, nur vereinzelt habe es Anrufe aus der Nähe gegeben.

„Fast ein Vandalismus-Problem“, schreibt die Stadt

Die Leitung von Grundschule und Hort sowie die Hausmeister haben die Stadt auf die Zustände aufmerksam gemacht. Es gebe „fast schon ein Vandalismus-Problem“, schreibt Stadt-Sprecherin Sarah Buckel auf Nachfrage des Starnberger Merkur. Begonnen habe die Problematik allerdings nicht im Bereich der Grundschule, sondern am Spielplatz des Horts. Deshalb sei im vergangenen Jahr mit den Hausmeistern, dem Hortleiter und einem Sozialpädagogen ein Plan zur Prävention erarbeitet worden. Der Inhalt: eine enge Zusammenarbeit zwischen Direktoren, Schulsozialarbeitern, dem Streetworker sowie Polizei und der Suchtberatung Condrobs. Einige Jugendliche, die den Spielplatz vermüllten, konnten laut Buckel von Hortmitarbeitern Anfang des Jahres angesprochen werden.

Dies geschehe nun auch auf dem Schulgelände. Der Streetworker sei in Kontakt „zu dem kleinen Teil Jugendlicher“, die den Müll verursachen und randalieren. Buckels Hinweis: „Streetwork übernimmt aber keine ordnungsrechtlichen Aufgaben, sondern ist ein Angebot der Jugendhilfe. Um das Problem nachhaltig in den Griff zu bekommen, ist ein Schulterschluss zwischen Stadt und Polizei unerlässlich.“ Deshalb gebe es nächste Woche ein Gespräch zwischen Bürgermeisterin Eva John, Polizeichef Bernd Matuschek und Stadtmitarbeitern.

Der Platz vor der Grundschule ist ein Pausenhof, aber zugleich öffentlich zugänglich. Bald nicht mehr? „Die Stadt möchte Kindern und Jugendlichen weiterhin die Möglichkeit geben, das Schulgelände auch in der Freizeit zu nutzen“, schreibt Buckel. Der Großteil wisse sich zu benehmen. Man wolle nun mit allen Beteiligten erreichen, dass das Gelände pfleglich behandelt wird.

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