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Mehr Wirte machen mit - trotz oder wegen Pandemie

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Die Dehoga-Vorstandschaft und ein Geehrter (v.l.): Till Weiß (2. stellvertretender Vorsitzender), Margarete Schultes (Schriftführerin), Barbara Lindinger (stellvertretende Vorsitzende), Claudia Aumiller (Kreisvorsitzende), Thomas Ruf (Kassier) und Michael Widmann vom Gasthof Widmann, der seit 70 Jahren Mitglied ist.
Die Dehoga-Vorstandschaft und ein Geehrter (v.l.): Till Weiß (2. stellvertretender Vorsitzender), Margarete Schultes (Schriftführerin), Barbara Lindinger (stellvertretende Vorsitzende), Claudia Aumiller (Kreisvorsitzende), Thomas Ruf (Kassier) und Michael Widmann vom Gasthof Widmann, der seit 70 Jahren Mitglied ist. © andrea jaksch

Die Corona-Pandemie ist für Gastronomen eine harte Zeit, in vielerlei Hinsicht. Wohl auch deswegen hat die Dehoga Kreisstelle Starnberg einen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Im Vorstand gab es Wechsel.

Landkreis – Es war die erste Kreisversammlung der Außenstelle Starnberg des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) seit Pandemiebeginn, die nicht online stattfinden musste. Im Strandhotel Berg wählten die Mitglieder kürzlich die Vorstandschaft und ließen die vergangenen beiden Jahre Revue passieren. Die hatten es angesichts der Pandemie und der damit verbundenen Auflagen in sich.

Worin die Dehoga-Mitglieder sich daher einig waren: Der reduzierte Mehrwertsteuersatz von derzeit sieben Prozent auf Speisen, der wegen der Pandemie eingeführt wurde, soll auch über sein vorgesehenes Ende im Dezember 2022 hinaus gelten. Für eine dauerhafte Senkung des Mehrwertsteuersatzes setzt sich der Dehoga nicht erst seit der Corona-Krise ein. Ginge es nach den Gastronomen, würde der Satz von sieben Prozent auf Speisen auch auf nichtalkoholische Getränke angewendet werden, „damit wir weiter unsere Unternehmen halten und unsere Mitarbeiter besser entlohnen können“, sagt Kreisvorsitzende Claudia Aumiller vom Hotel Garni Jakl-Hof in Steinebach. Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, wollen die Starnberger Dehoga-Vertreter daher an die Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung (gwt) herantreten, um das, etwa bei einem Abendessen, mit den Vertretern der Regionalagentur zu besprechen, so Aumiller.

Dehoga Starnberg: Es gibt auch Positives

Neben dem Härtetest, in den die Gastronomen von Corona geschickt wurden, gab es jedoch auch Positives zu berichten: Während der Pandemie konnte der Starnberger Dehoga Mitglieder dazugewinnen, was Aumiller auf die „gute Verbandsarbeit“ zurückführt. Waren es vor Pandemiebeginn 120 Mitglieder, verzeichnet die Kreisstelle nun 140 Mitglieder.

Innerhalb der Vorstandschaft gab es leichte Veränderungen. Aumillers Stellvertreter Thomas Bernhard, der seit 1999 Mitglied der Vorstandschaft war, gab seinen Posten auf. Aumiller führt Bernhards Entscheidung darauf zurück, dass er „nicht mehr so nah am Geschehen“ sei, da er sein Restaurant, das Café Raabe in Wörthsee, verpachtet habe. Als neue stellvertretende Kreisvorsitzende rückt die bisherige zweite stellvertretende Kreisvorsitzende Barbara Lindinger vom Sepperlwirt in Meiling auf, ihren bisherigen Posten übernimmt der Wirt des Augustiner am Wörthsee, Till Weiß.

Nach der Erfahrung mit der Pandemie hat Aumiller für sich und ihre Kollegen für die Zukunft vor allem einen Wunsch: bloß kein weiterer Lockdown.

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