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Der große Saal der Schlossberghalle - hier bei der Eröffnung des Fünf Seen Filmfestivals im vergangenen Jahr - bietet mehreren hundert Zuschauern Platz

Weil am Montag mit vielen Zuschauern gerechnet wird

Tunnel-Entscheidung: Bürgermeisterin John verlegt Stadtratssitzung in den großen Saal der Schlossberghalle

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Unter den Stadträten macht bereits der Begriff von einer „historischen Entscheidung“ die Runde. Wenn sich das Gremium am kommenden Montag zu seiner nächsten Sitzung trifft, geht es um nichts weniger als die Frage, ob in Starnberg der B 2-Tunnel gebaut wird oder die Pläne ein für allemal im Papierkorb landen.

Starnberg – Bürgermeisterin Eva John rechnet mit großem Besucherinteresse und hat die Sitzung (Beginn: 18.30 Uhr) extra aus dem kleinen in den großen Saal der Schlossberghalle verlegt. Eine Tonübertragung ins Foyer der Schlossberghalle lässt John gerade prüfen.

Unter Punkt 3 der Tagesordnung wird zunächst über das Gespräch der Bürgermeisterin und von Vertretern aller neun Stadtratsfraktionen im Bayerischen Innenministerium berichtet. Eingeladen dazu sind Ministerialrat Dr. Thomas Linder von der Obersten Baubehörde und Michael Kordon, Leiter des Staatlichen Bauamts Weilheim.

Allerdings wird es nicht beim bloßen Bericht bleiben. CSU-Chef Stefan Frey erklärte gestern gegenüber dem Starnberger Merkur, dass er am Montag eine Entscheidung herbeiführen möchte. „Diese Entscheidung kann nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden“, sagte er. Frey gehört bekanntlich zu den Tunnelbefürwortern, sprach auch gestern davon, dass ein Votum für den Tunnel „alternativlos“ sei – gleichwohl ist ihm an einer noch größeren Lösung gelegen. „Ich bin bereit, ernsthaft und seriös Schritte im Hinblick auf zusätzliche ergänzende Entlastungsmaßnahmen einzuleiten und hier die Hand zu reichen.“ Damit kann nur der Bau einer ortsfernen Umfahrung gemeint sein.

Auf die baut nach wie vor die Bürgerliste (BLS). In einer gemeinsamen Erklärung kritisierten BLS-Fraktionschef Dr. Klaus Rieskamp, drei seiner vier Fraktionskollegen (Franz Heidinger, Michael Mignoli und Angelika Wahmke) sowie BLS-Vorsitzender Walter Jann die Drohung, dass Starnberg nichts bekomme, wenn der Stadtrat den Tunnel ablehne. „Das können wir nicht akzeptieren.“

„Wir schlagen weiter den Bau einer Staatsstraße zwischen der Waldkreuzung und Oberdill vor“ – die ortsferne Umfahrung. Zusammen mit der im Bau befindlichen Westumfahrung würde diese Trasse große Teile des Durchgangsverkehrs aufnehmen und an Starnberg vorbeiführen und die Stadt damit umfassender entlasten als der Tunnel. Die Kosten für die Straße bezifferte die BLS auf 30 bis 40 Millionen Euro.

Im Gespräch mit dem Starnberger Merkur übte Rieskamp scharfe Kritik an der Obersten Baubehörde. „Es erschüttert mich wahnsinnig, dass der Freistaat für den Durchgangsverkehr im Südwesten von München keine andere Lösung hat als den Mittleren Ring und die Ortsdurchfahrt von Starnberg.“ Mit einer Entscheidung für den Tunnel werde der Stadtrat dieses Konzept „unwiederbringlich“ absegnen – was für die Stadt verheerende Folgen haben werde. Gleichwohl lobte Rieskamp die vielen sachlichen Gespräche, die er mit Stadtratskollegen zuletzt geführt habe, und sagte: „Wenn der Verkehr mal draußen ist, können wir von mir aus zehn Tunnel in Starnberg bauen.“

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