Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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So könnte der B2-Tunnel aussehen.

STAgenda

Grundwasser am Tunnel soll Gebäude heizen

Die Düker sind der Schlüssel: Der Arbeitskreis Energie und Klimaschutz der STAgenda will über Stadt und Staatliches Bauamt Weilheim dem B 2-Tunnel klimafreundliche Elemente hinzufügen. Zumindest die Gebäude für den Tunnelbetrieb sollen so umweltfreundlich beheizt werden.

Starnberg –  Schon vor mehr als drei Jahren hatte sich der Arbeitskreis mit der so genannten Tunnelgeothermie befasst, die wegen der ablehnenden Haltung des Stadtrates bis Februar bedeutungslos geworden war. Mit dem Doppelbeschluss und dem anstehenden Baubeginn hat sie erneut an Aktualität gewonnen. Der Arbeitskreis um Karin Wurzbacher denkt nicht an eine Nutzung der Tunnelabwärme, sondern an ein Anzapfen der Düker. Drei davon sind geplant entlang der zwei Kilometer langen Tunneltrasse: am Anfang und Ende und einer nahe des Almeidaberges.

Was ist ein Düker? Vereinfacht gesagt eine Grundwasserableitung, die auf dem Prinzip des gleichen Wasserspiegels in zwei verbundenen Gefäßen beruht – nur in ganz anderen Dimensionen. Die Röhre bzw. eine Art Trichter staut an diesen Stellen das Grundwasser, das in Schächten gesammelt wird – je einer auf jeder Seite des Tunnels. Beide sind verbunden, das Wasser fließt quasi unter dem Tunnel hindurch, steigt im anderen Schacht wieder hoch und fließt danach von dort weiter. Das Prinzip wird auch kommunizierende Röhren genannt, weil sich in den verbundenen Schächten das Wasser immer auf demselben Niveau befindet. Pumpen sind nicht erforderlich.

Wärmetauscher sollen Energie erzeugen

An diesen Stellen lässt sich nach Ansicht des Arbeitskreises Energie mit Wärmetauschern erzeugen. Solche Systeme nutzen die Wärme von Wasser zur Energiegewinnung, in diesem Fall für Wärme. Die Idee war bereits einmal Thema im Verkehrsausschuss des Stadtrates, dort sei die Reaktion seitens der Baubehörden „eher verhalten“ gewesen – das Bauamt hatte sich mit diesem Vorschlag nicht befassen können, sagte Wurzbacher. Vorstellbar wäre, die Wärme für das Betriebsgebäude am Südportal zu nutzen oder für anstehende Neubauten.

Vorschlag ist nun, in die Düker Wärmetauscher einzubauen. Mit Daten wie Wassermengen und Temperaturen will er die mögliche Leistung abschätzen. Geprüft werden soll auch, ob sich die Standorte der Probebohrungen, die in Vorbereitung des Tunnelbaus niedergebracht worden waren, ähnlich genutzt werden können – die Bohrlöcher sind noch da. Die Ergebnisse will die STAgenda dann Bürgermeisterin Eva John präsentieren, um sie ans Bauamt weiterzugeben.

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