Sie haben entschieden

Tunnel oder Umfahrung: So stimmten unsere Leser ab

  • schließen

Welche Verkehrslösung für Starnberg ist Ihr Favorit? Diese Frage hatten wir Ihnen, liebe Leser, auf unserer Internetseite gestellt. Das Ergebnis steht seit Donnerstag, 17 Uhr, fest.

Starnberg – Wir wissen nicht, wie viele Gespräche die Stadträte untereinander in den vergangenen Tagen geführt haben, um einen mehrheitsfähigen Kompromiss in der ewigen Frage Tunnel oder Umfahrung zu erzielen. Wir wissen auch nicht, wie die Abstimmung am Montagabend im Stadtrat letzten Endes ausgehen wird. Aber wir wissen, wie Sie, liebe Leserinnen und Leser, abgestimmt haben.

24 Stunden lang hatten wir Sie aufgefordert, auf unserer Internetseite www.merkur.de/lokales/starnberg Ihre favorisierte Verkehrslösung für Starnberg anzuklicken. 3266 Stimmen wurden insgesamt abgegeben. Die Umfrage ist nicht repräsentativ und genügt keinen wissenschaftlichen Ansprüchen, gibt aber dennoch ein Stimmungsbild wieder.

Das Gesamtergebnis:

60 Prozent aller Teilnehmer haben sich für den Bau des B2-Tunnels ausgesprochen, 25 Prozent für den Bau einer Umfahrung. 15 Prozent gaben an, beides zu wollen, also Tunnel plus Umfahrung.

Aber wir wollten von Ihnen ja nicht nur wissen, welche Verkehrslösung Ihr Favorit ist. Wir hatten Sie auch gebeten anzugeben, ob Sie in Starnberg wohnen oder arbeiten – oder ob Sie als Pendler nur durch Starnberg durchfahren. Zwei Drittel der Teilnehmer gaben an, nach dieser Definition Starnberger zu sein, ein Drittel bezeichnete sich selbst als Pendler. Und hierbei gibt es – für den einen oder anderen erwartungsgemäß – einen deutlichen Unterschied, was die Stimmungslage angeht.

Die Stimmung in Starnberg:

Schaut man sich nur die Zahlen der Starnberger an, so ist die Zustimmung zum Tunnel etwas geringer als im Gesamtergebnis, die Zustimmung zur Umfahrung dafür höher. Von den in Starnberg lebenden oder arbeitenden Teilnehmern unserer Umfrage favorisieren 58 Prozent den Tunnel, 30 Prozent die Umfahrung und 12 Prozent eine Kombination aus beidem.

Die Stimmung bei den Pendlern:

Wer nur schnell durch Starnberg durch will, setzt – zumindest nach unserem Stimmungsbild – kaum auf die Umfahrung. Von den Pendlern favorisieren 65 Prozent den Tunnel, nur 15 Prozent die Umfahrung und 20 Prozent eine Kombination aus beidem.

Die Reaktionen unserer Leser:

Viele Merkur-Leser haben sich positiv darüber geäußert, dass sie einmal ihre Meinung zu der Starnberger Frage schlechthin abgeben dürfen. Karen Huber zum Beispiel kam extra in die Redaktion, um ihre Stimme abzugeben, weil sie zu Hause keinen Internetzugang hat. Auf diesem Weg herzlichen Dank an alle Merkur-Leser, die an der Umfrage teilgenommen haben.

So geht es jetzt weiter:

Nach wie vor scheint die Stimmungslage im Stadtrat völlig offen. Bei den Wahlen 2014 und 2015 hatten die Umfahrungsbefürworter eine Mehrheit bekommen. Nach der deutlichen Positionierung des Bayerischen Innenministeriums hat zumindest bei einigen von ihnen ein Umdenkprozess eingesetzt. In zahllosen Gesprächen arbeiten Stadträte derzeit an einem Kompromiss. Dieser könnte nach Informationen des Starnberger Merkur so aussehen: Es gibt eine Zustimmung zum Tunnel, gleichzeitig sollen Planungen für eine ortsferne Umfahrung aufgenommen werden. Wie es letzten Endes ausgeht, entscheidet sich am Montag (Beginn: 18.30 Uhr, Schlossberghalle).

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bargeld verschwunden
Ein Geldbeutel wird gefunden, aber das in ihm befindliche Bargeld ist verschwunden: Die Polizei in Dießen sucht Zeugen. 
Bargeld verschwunden
Eine Bushaltestelle für den Schmalzhof - aber Verzögerungen bei Erschließung
Der aktuelle Stand des Pöckinger Gewerbegebiets am Schmalzhof war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Gewerbereferent Wolfram Staufenberg gab dazu seinen …
Eine Bushaltestelle für den Schmalzhof - aber Verzögerungen bei Erschließung
Schweinepest: Jäger drängen auf bessere Vorbereitung
Was passiert, sollte die Afrikanische Schweinepest im Fünfseenland ausbrechen? Der Landkreis treibt seine Vorbereitungen vor - nicht genug, finden die Jäger.
Schweinepest: Jäger drängen auf bessere Vorbereitung
Kein neuer Badeplatz für alle am Urban-Dettmar-Haus
Die Wörthsee-CSU ist mit ihrem Antrag im Gemeinderat gescheitert, am Urban-Dettmar-Haus einen frei zugänglichen Badeplatz einzurichten. Bürgermeistern Christel …
Kein neuer Badeplatz für alle am Urban-Dettmar-Haus

Kommentare