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Der Bahnhof und die Gleise trennen die Stadt vom See ab.

Seeanbindung

Tunnel-Pläne liegen jetzt bei der Bahn

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Der Starnberger Ingenieur Lutz Janssen hat seinen Tunnel-Plan für die Seeanbindung führenden bayerischen Bahn-Managern zukommen lassen. Der Konzern hüllt sich öffentlich jedoch in Schweigen.

Starnberg – +++Update vom 9. Januar 2018: Jetzt dürfen Ausschreibungen gestartet und Mittel ausgegeben werden: Der Bau des B2-Tunnels durch Starnberg steht offiziell im Bundeshaushalt.

„Ist dieser Plan die Lösung?“, fragte der Starnberger Merkur im Sommer, nachdem Diplom-Ingenieur Lutz Janssen seine Idee des Kompakt-Bahntunnels für die Seeanbindung überarbeitet hatte. Nun hat der frühere BMW-Planer nachgelegt. Janssen hat seine 48 Seiten starke Ausarbeitung führenden bayerischen Bahn-Managern zukommen lassen. Auf der Empfängerliste stehen unter anderen der Konzernbeauftragte für Bayern, Klaus-Dieter Josel, Vertreter der Tochterfirmen DB Netz und DB Station & Service sowie Dr. Johann Niggl, Sprecher der Geschäftsführung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG).

„Die Herren beschäftigen sich damit“, sagte Bahn-Sprecher Bernd Honerkamp gestern gegenüber dem Starnberger Merkur. Näher wollte er sich dazu jedoch nicht äußern. „Die Entscheidung fällt die Stadt, und dann müssen wir prüfen, was machbar ist.“ Auch zum aktuellen Verhandlungsstand bezüglich des zum Jahresende auslaufenden Bahnvertrags machte Honerkamp keine Aussage.

Der Kompakt-Bahntunnel sieht im Wesentlichen die Verlegung der Gleise in einen Tunnel – Gesamtlänge mit Ein- und Ausfahrt 1037 Meter – und einen unterirdischen Bahnhof See vor. Die frei werdenden oberirdischen Flächen würde Janssen unterschiedlich nutzen: ein knappes Achtel für Geschäfte und Gastronomie, jeweils ein Fünftel für ein Hotel und für Büros, knapp die Hälfte für mehr als 200 Wohneinheiten – sowohl im Luxussegment als auch im bezahlbaren Bereich. „Durch eine moderate Bebauung neben dem Kompakttunnel auf der Stadtseite erscheint es möglich, (...) eine nahezu vollständige Gegenfinanzierung (...) zu erreichen“, schreibt Janssen an die Bahn-Oberen.

Der Janssen-Plan ist nicht zu verwechseln mit dem Seetunnel, den Diplom-Ingenieur Alexander Walther ausgearbeitet hat und den er vor knapp zwei Wochen auf Einladung von Bürgermeisterin Eva John im Projektausschuss Bahnhof See vorstellen durfte. Während die Stadträte in jener Sitzung keine Empfehlung für den Seetunnel abgeben wollten und das Projekt damit endgültig gestorben sein dürfte (wir berichteten), ist der Kompakttunnel nach wie vor in der Warteschleife. In einem Gespräch habe ihm Eva John in Aussicht gestellt, seinen Plan in der nächsten Sitzung des Projektausschusses präsentieren zu dürfen, sagte Janssen. „Nur mit einem Tunnel schaffen wir einen freien Seezugang ohne Gleisbarriere.“

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