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Tutzinger-Hof-Platz

Ein Auge auf die Fußgänger: Auftrag für Staukamera ist erteilt

Ab Herbst soll eine Staukamera die Sicherheit für Fußgänger am Tutzinger-Hof-Platz erhöhen. Der Auftrag ist erteilt.

Starnberg– Der Auftrag für eine so genannte Staukamera für den Tutzinger-Hof-Platz ist erteilt. Bis die Kamera in bestimmten Situationen Einfluss auf die Ampelregelung nehmen wird, vergehen jedoch noch einige Wochen. Die Kamera soll im Spätherbst, voraussichtlich im Oktober, in Betrieb gehen. Diesen Termin nannte Christian Probst, Abteilungsleiter für den Landkreis Starnberg im Staatlichen Bauamt Weilheim, auf Anfrage. Grund für die Verzögerungen ist unter anderem die Auftragslage in bestimmten Branchen. „Es ist schwierig, Firmen zu bekommen“, sagt Probst.

Nach einem Unfall auf dem Überweg Hauptstraße, bei dem Ende September ein Kind verletzt worden war, war die Idee der Kamera seitens der CSU ins Spiel gebracht worden. Das Prinzip ist auf dem Papier recht einfach: Eine kleine, kaum sichtbare Kamera wird auf der Ampel an der Hauptstraße angebracht und auf das Ende der Münchner Straße ausgerichtet, also die beiden Spuren, die aus Richtung München an den Tutzinger-Hof-Platz heranführen. Speziell am späten Nachmittag führt der dichte Verkehr häufig dazu, dass der auf zwei Spuren aus der Münchner Straße kommende Verkehr nicht schnell genug auf eine Spur auf der Hauptstraße fahren kann – die Kreuzung steht voller Fahrzeuge. Dann kommt es zu den gefährlichen Situationen für Fußgänger auf dem Überweg, die sich zwischen Autos durchdrängen. Fährt ein Fahrer los, kann es zu Unfällen kommen. Die Kamera kann feststellen, ob der Platz voll ist oder der Verkehr fließt. Ist der Platz voll, schaltet die Ampel an der Münchner Straße schneller auf Rot als sonst – und nur dort, alle anderen Phasen bleiben unverändert. Damit bleibt mehr Zeit, die Kreuzung zu räumen, weil keine weiteren Autos einfahren dürfen.

In der Theorie klappt das ganz gut. „Ob es funktioniert, wissen wir erst, wenn die Kamera installiert ist“, sagt Probst. Unklar sei, wie sich Abbieger aus der Hanfelder Straße Richtung Süden auf die Hauptstraße auswirken. Selbst wenn es dort anfangs Probleme geben sollte – mit Freigabe der Starnberger Westumfahrung, so die Hoffnung in der Stadt, wird sich der Verkehr auf der Hanfelder Straße reduzieren. Das Landratsamt hatte trotz Bedenken der Weilheimer Behörde den Versuch im Februar dieses Jahres angeordnet. „Einen Versuch ist es wert“, meint auch Probst. Die Kosten liegen bei einer niedrigen fünfstelligen Summe.

Es ist übrigens das erste derartige Kamerasystem im Landkreis, und es ist auch keine Standardlösung für alle Kreuzungen. Im Fall Tutzinger-Hof-Platz geht es um die Sicherheit der Fußgänger; dafür nimmt man eine geringfügige Reduzierung der Leistungsfähigkeit der B 2 für Autos in Kauf – normalerweise versucht die Weilheimer Behörde, die B 2 so leistungsstark wie möglich zu machen, damit der Verkehr ohne große Behinderungen fließen kann. Der Stau kann in Stoßzeiten durch die Stauampel wegen der kürzeren Ampelphase vielleicht etwas länger ausfallen. Für die Fußgängersicherheit will das Staatliche Bauamt aber nichts unversucht lassen, so Probst.

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