1692 junge Leute haben abgestimmt.

U18-Wahl: Grüne im Landkreis vor CSU, Neubauer vor Kießling

  • Peter Schiebel
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Wen würden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wählen, wenn sie wählen dürften? Der Bundesjugendring organisiert deswegen seit vielen Jahren U18-Wahlen. Am Wochenende haben im Landkreis Starnberg 1692 junge Leute daran teilgenommen.

Viele Plakate, dazu Erklärungen von Nepomuk-Mitarbeiter Daniel Ternyik: Nisa Celik (l.) und Denise Damato nahmen an der U18-Wahl im Starnberer Jugendtreff Nepomuk teil.

Landkreis – Wenn es nach den unter 18-Jährigen im Landkreis Starnberg geht, dann zieht Martina Neubauer von den Grünen in den Bundestag ein. Die 58-Jährige bekam bei der U18-Wahl im Landkreis am Wochenende 25,1 Prozent der Erststimmen – und lag damit hauchdünn vor dem amtierenden Bundestagsabgeordneten Michael Kießling von der CSU mit 24,4 Prozent. Insgesamt haben 1692 junge Leute im Landkreis Starnberg an der Wahl teilgenommen.

Auf den weiteren Plätzen bei den Direktkandidaten lagen Carmen Wegge (SPD) mit 16,1 Prozent, Britta Hundesrügge (FDP) mit 11,3 Prozent, Simone Ketterl (Linke) mit 9,3 Prozent, Rainer Groß (AfD) mit 2,9 Prozent, Christoph Raab (Die Partei) mit 2,7 Prozent, Rasso Rebay von Ehrenwiesen (Freie Wähler) mit 2,5 Prozent, Joachim Nibbe (Volt) mit 2,1 Prozent, Stella Sadowsky (ÖDP) mit 1,7 Prozent, Manfred Heinlein (Die Basis) mit 1,5 Prozent und Cornelia Fiegel (V-Partei) mit 0,4 Prozent. Bei den Erststimmen handelte es sich nach Angaben von Claus Piesch, dem Vorsitzenden des Kreisjugendrings (KJR), bereits um das Endergebnis für den Landkreis.

Bei den Zweitstimmen kann es hingegen noch Veränderungen geben, da am Sonntag nach Angaben Pieschs zwei der acht Wahllokale noch nicht vollständig ausgezählt waren. Bei den Zweitstimmen war der Vorsprung der Grünen zu dem Zeitpunkt sogar noch etwas größer. Sie kamen im Landkreis – Stand Sonntag – auf 23,1 Prozent. Die CSU erzielte 20,0 Prozent, die FDP 16,2 Prozent, die SPD 14,5 Prozent und die Linke 5,7 Prozent. Alle anderen Parteien, auch die AfD, lagen darunter und wurden deswegen als „Sonstige“ zusammengefasst. Auf diese 21 kleinen Parteien entfielen insgesamt 20,5 Prozent.

Im ganzen Wahlkreis, also Starnberg inklusive dem Landkreis Landsberg und der Stadt Germering, lagen Grüne (21,2 Prozent) und CSU (21,0 Prozent) bei den Zweitstimmen fast gleichauf. Es folgten FDP (15,7 Prozent), SPD (15,1 Prozent) und Linke (5,6 Prozent). Die sonstigen Parteien kamen auf 21,4 Prozent. Bayernweit hatte die CSU (21,0 Prozent) die Nase vorn, gefolgt von Grünen (18,4 Prozent), SPD (16,8 Prozent), FDP (12,4 Prozent), AfD (5,8 Prozent) und Linken (5,6 Prozent) – jeweils Stand Sonntag.

Piesch sprach gegenüber dem Starnberger Merkur von einer „sehr zufriedenstellenden Wahlbeteiligung“, gab aber auch zu, dass „noch deutlich mehr“ junge Menschen hätten mitmachen können. Wahllokale gab es diesmal im Haus der Jugend Stellwerk in Herrsching, im Jugendzentrum Nepomuk in Starnberg, im JUZ in Gauting, am Gymnasium Tutzing, am Gymnasium Kempfenhausen, an der Benedictus-Realschule Tutzing, an der Creative School in Tutzing und – mobil – am Stand des KJR beim Fest für Ehrenamt und Demokratie am Freitagnachmittag auf dem Starnberger Kirchplatz.

Vom heutigen Montag an bietet der Kreisjugendring auf seiner Internetseite kja-sta.de einen besonderen Service mit vielen Informationen für Erstwähler über 18 Jahre an.

Rubriklistenbild: © Andrea Jaksch

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