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Drei Tage Arbeit für eine bunte Unterführung: Julia Ferchl vom Jugendtreff, die jungen Künstler Verena Wenisch, Benjamin Becker, Bruno von Bary und Leander Sassenbach sowie Bürgermeisterin Eva John (v.l.) präsentierten gestern das Ergebnis der Kunstaktion.

Unterführung

Graffiti für alle Altersgruppen

Drei Tage dauerte es insgesamt, bis die zwei Wände der Nepomuk-Unterführung in Starnberg mit Graffiti-Kunst fertig gestaltet waren.

Starnberg – Diesem Kunstprojekt widmeten sich mehrere Künstler, darunter Bruno von Bary (19), Verena Wenisch (21), Leander Sassenbach (20) und Benjamin Becker (19). Organisiert wurde die Kunstaktion vom Jugendtreff Nepomuk in Starnberg und vor allem von der 30-jährigen Leiterin Julia Ferchl. 

John: „Die Unterführung war nicht gerade heimelig“

Die eine Wand bildet ein Seepanorama mit Bergen und einem Starnberg-Schriftzug in rot, orange und gelb ab. Auf der anderen Wand ist unter anderem ein großer Kopf in der Mitte und ebenfalls der Schriftzug Starnberg, aber in der Farbe grün, zu sehen. Zuletzt fiel diese Unterführung weniger durch Kunst auf als vielmehr durch diverse Schmierereien, war aber schon einmal künstlerisch gestaltet worden.

„Die Unterführung war nicht gerade heimelig“, sagt deswegen Bürgermeisterin Eva John. Es gab immer wieder Schmierereien, die mit weißer Farbe übermalt werden mussten. So entstand die Idee, die Wände zu verschönern. „Der Hintergedanke war, dass die Wertschätzung eine andere ist, wenn das von Jugendlichen kommt“, erklärt Julia Ferchl. Das Konzept bestand darin, sowohl für junge als auch für ältere Leute Motive zu gestalten. Das Projekt erforderte Planung: Die Wände der Unterführung wurden ausgemessen und die Motive wurden vorab entworfen.

Wegen Passanten „war es oft schwierig mit der Konzentration“

Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag voriger Woche arbeiteten die Künstler ungefähr acht Stunden täglich an dem Kunstprojekt. „Wir durften die Straße nicht sperren, deshalb sind immer wieder Passanten vorbeigekommen und haben uns angesprochen. Da war es oft schwierig mit der Konzentration“, erklärt Benjamin Becker, der auf einer Kunstschule war. Trotzdem: „Ich bin zufrieden.“

Auch Eva John ist begeistert von dem Kunstprojekt: „Es ist extrem schön geworden.“ Sie richtet sich auch noch mit einem Appell an die Künstler: „Ich hoffe, ihr motiviert noch weitere Leute. Wir haben ja noch viele Unterführungen.“

Von Lilien Fährmann

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