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Lagebesprechung vor der Abfahrt: Gestern Abend kamen die 16 Einsatzkräfte des Starnberger THW in Simbach an. Was sie genau leisten müssen, haben sie erst am Katastrophenort erfahren.

Unwetterkatastrophe

So hilft Starnberg Simbach

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Starnberg – Nach der Katastrophe im bayerischen Simbach hat der örtliche Krisenstab reagiert. Das Starnberger THW wurde mit seiner Wasseraufbereitungsanlage um Hilfe gebeten und ist seit Donnerstagabend vor Ort.

Mehrere Tote, kein Strom, kein Trinkwasser: Die Unwetterkatastrophe hat besonders im niederbayerischen Simbach am Inn dramatische Ausmaße angenommen. Hilfe soll nun auch das Starnberger THW leisten. Den gestrigen Tag war dessen Leiter, Christian Wodarczyk, in Alarmbereitschaft. Am Vormittag deutete es sich bereits an, am Nachmittag gab es dann die offizielle Anfrage vom Krisenstab aus Simbach. Sofort waren Gruppen- und Truppführer des Starnberger THW in der 10 000-Einwohner-Gemeinde, um die Lage zu erkunden. 

Wasseraufbereitungsanlage pumpt 15 000 Liter pro Stunde

Der Inn ist über die Ufer getreten, Menschen mussten aus Gebäuden befreit werden. Die Starnberger Ortsgruppe ist vor allem wegen ihrer Wasseraufbereitungsanlage gefragt. Nur eine gibt es in jedem Bundesland, die für Bayern steht in Starnberg. Sie wird in Simbach dringend benötigt. Das Wasser ist verseucht und darf aus Gesundheitsgründen nicht weiter still stehen. Am Donnerstag um 16.30 Uhr rückte die Starnberger Ortsgruppe mit fünf Lkws, zwei Kleinfahrzeugen und vier Anhängern aus, um die Anlage 163 Kilometer weit nach Simbach zu transportieren. 

Am Freitag soll sie innerhalb von sechs Stunden aufgebaut werden. In einem Schichtbetrieb wird das Wasser dann abgepumpt und aufbereitet. „Die Anlage muss rund um die Uhr überwacht werden“, erklärt Wodarczyk. Chemikalien müssen zugeführt werden, das Wasser darf nicht stillstehen. Innerhalb einer Stunde können so 15 000 Liter Wasser aufbereitet werden. Jedoch: „Die Simbacher haben frühestens am Samstag wieder Trinkwasser“, schätzt Wodarczyk. Denn das Gesundheitsamt müsse noch Wasserproben nehmen und die Freigabe erteilen. Insgesamt gehen die Starnberger von einer Woche Einsatz aus. 

"Sowas wie in Simbach haben wir nicht zu befürchten"

Für die nächsten Tage sind laut Wettervorhersage auch für den Landkreis Starnberg Niederschläge zu erwarten. Doch Wodarczyk glaubt: „Sowas wie in Simbach haben wir bestimmt nicht zu befürchten.“ Auch Kreisbrandrat Markus Reichart ist noch gelassen: „Derzeit haben wir keine größeren Probleme.“ Einsätze wie am Donnerstag, als die Feuerwehr wegen eines überfluteten Kellers in einem Haus in Weßling ausrücken musste, habe es bislang nur vereinzelt gegeben. „Auch der Pegel des Starnberger Sees hat bis zur Meldestufe eins noch 25 bis 30 Zentimeter.“ Auf den See habe die Feuerwehr bei Hochwassergefahr stets ein Auge, auch auf den Bach in Traubing. Gibt es weitere kritische Stellen bei uns? „Dazu müsste es deutlichere Regenfälle geben.

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