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So könnte das Umfeld des Starnberger Bahnhofs See nach den Vorstellungen des Vereins Schöner zum See aussehen.

Schöner zum See

Verein macht Druck auf die Bahn

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Die Bahn muss endlich handeln - das fordert der Verein Schöner zum See, um an der Starnberger Seepromenade etwas voranzubringen.

Starnberg – Die Zukunft des Areals rund um den Bahnhof See ist für die 500 Mitglieder des Vereins „Schöner zum See“ eine Herzensangelegenheit. Umso niederschmetternder ist die Tatsache, dass seit Jahren nichts mehr vorangeht. Im Gegenteil: Das Gebäude bröckelt wie eh und je, die Unterführung schmuddelt vor sich hin, die Bahnsteige haben immer noch kein Dach, und auf der Seepromenade gibt es auch kein Fortschritt.

Am Freitag sind die Spitzen des Vereins an die Öffentlichkeit gegangen – und haben die Bahn in die Pflicht genommen. „Es ist ein Trauerspiel“, sagt Vorsitzender Maximilian Ardelt. „Es muss endlich etwas passieren. Die Bahn muss gesprächsbereit sein.“ Bürgermeisterin Eva John habe sich redlich um einen Gesprächstermin mit den Verantwortlichen bemüht – ohne Gehör zu finden. „Die Bahn sitzt den Bahnvertrag aus“, sagt Ardelt.

Der 30 Jahre alte, Ende 2017 auslaufende Bahnvertrag – er ist der Knackpunkt in all den Fragen zwischen Bahn und Stadt. In ihm haben beide vereinbart, die „erforderlichen Voraussetzungen für den Abschluss endgültiger Verträge“ zu schaffen, unter anderem was eine Gleisverlegung anbelangt, um mehr Fläche am See zu gewinnen. Diese Gleisverlegung aber hat der Stadtrat im vergangenen Sommer zu Grabe getragen, Bei Gesamtkosten von 115 Millionen Euro hatte eine Mehrheit die Reißleine gezogen. Und seitdem?

„Still ruht der Starnberger See“, sagt Ardelt. „Die wichtigste und notwendige Voraussetzung für den Abschluss eines endgültigen Vertrages, nämlich deren Finanzierbarkeit, ist nicht gegeben. Es ist faktisch das seit vielen Jahren erkennbare Ende einer nicht mehr zeitgemäßen Idee.“

Verein empfiehlt sein Konzept „Erneuern und Bewahren“

Die Bereitschaft, diese Erkenntnis zu akzeptieren, wünscht er sich bei allen Stadträten, vor allem aber bei der Bahn. „Es liegt im Moment an ihr, dass nichts passiert.“ Umgehend solle sie Gespräche mit der Stadt aufnehmen und anstelle der Gleisverlegung realisierbare Maßnahmen ergreifen. Ardelt: „Es wird höchste Zeit, mit der barrierefreien Sanierung des Bahnhofs See zu beginnen sowie konkrete Vorschläge zur attraktiven Neugestaltung der Seepromenade und des Bahnhofsumfelds zu entwickeln.“

Das zwei Jahre alte Konzept „Erneuern und Bewahren“ des Vereins sei dafür eine gute Basis. Es sieht unter anderem eine breitere Unterführung, einen Abriss der Ladenzeile und eine Neugestaltung der Seespitz vor. Schadenersatzansprüche gegenüber der Stadt bei Auslaufen des Vertrages werde es nicht geben, ist sich Ardelt sicher: „Die Ansprüche verjähren mit Ablauf am 31. Dezember 2017.“

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