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Aufschlag auf dem Kirchplatz: Beim TSV Starnberg konnten sich Interessierte gestern auch im Badminton üben – eine von zahlreichen Attraktionen der Vereine bei „Starnberg bewegt“. 

Marktsonntag

Einzelhandel schwächelt in bewegter Stadt

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Starnberg hat sich bewegt. Dank der örtlichen Vereine sind die Starnberger und Besucher der Stadt auf dem Kirchplatz und der Wittelsbacherstraße ordentlich in Schwung geraten. Lediglich die Geschäftswelt hat am Marktsonntag geschwächelt.

Starnberg Wenn „Starnberg bewegt“ angesagt ist, sind damit nicht die von vielen geliebten Blechkarossen gemeint. An diesem von der Stadt gemeinsam mit zahlreichen Vereinen und Verbänden organisierten Aktionstag ist die Stadt autofrei. So durften auch am Sonntag die zahlreichen Besucher – darunter viele Auswärtige, die einen der vermutlich letzten sommerlichen Sonnentage zu einem Ausflug in die Kreisstadt genutzt haben – beweisen, was sie körperlich drauf haben.

Hoch hinaus ging es an der mobilen Boulderwand, mit der die Alpenvereinssektion Starnberg auf dem Kirchplatz vertreten war. Nebenan lud die BRK-Wasserwacht Kinder in ein rotes Schlauchboot ein, das auf dem Brunnen bei der Stadtpfarrkirche vor sich hin schaukelte. Auf dem Parcours des Eis- und Stockschützenvereins galt es, mit einem Stock, wie das Spielgerät der Schützen heißt, an einer Metallleiste mit beweglichen Zungen die mit der höchsten Zahl zu treffen. Geschicklichkeit forderten auch die Argonauts des TSV Starnberg den Besuchern ab, die die Netze einer „Torwand“ mit dem Football treffen mussten. Die kleinsten Gäste lud der Kinderschutzbund zu einem Bobby-Car-Rennen ein. Und damit die Fitness auch die richtige Grundlage hatte, boten weitere Vereine Getränke und süße bis deftige Speisen an, wie die Faschingsgesellschaft Perchalla, der TSV Perchting-Hadorf oder der SV Wangen.

Bürgermeisterin Eva John hatte um Punkt 13 Uhr die Veranstaltung eröffnet mit einem Dank an die Mitwirkenden und der Einladung an die Besucher, von Geschäft zu Geschäft und von Attraktion zu Attraktion zu laufen. Bei den Geschäften war das mitunter allerdings ein Suchspiel. Denn der Einzelhandel war so spärlich vertreten wie an keinem anderen Marktsonntag zuvor. In der einst als Flaniermeile gerühmten Maximilianstraße blieben die meisten Ladentüren verrammelt. Lediglich vier Geschäfte öffneten gestern ihre Pforten. Dass die Tristesse nicht allzu groß wurde, dafür sorgten das Pöckinger Autohaus Bauer mit einigen seiner automobilen Neuheiten, zwei Hüpfburgen sowie die mit ihren Läden an der Peripherie der Stadt beheimateten Seereisen-Planer und Kleines Spielhaus mit mobilen Ständen.

Ingesamt zählte unsere Zeitung 27 geöffnete Ladentüren (ohne Gewähr). Davon zeigte sich auch Gerald Funk von der City-Initiative enttäuscht. „Ich hatte mit 50 Geschäften gerechnet“, räumte er ein. Der September sei allerdings ein schwieriger Monat für Marktsonntag-Aktivitäten, habe die Erfahrung der Vergangenheit gezeigt. Mitte Oktober, beim nächsten offenen Sonntag im Zusammenhang mit dem Street-Food-Festival auf dem Kirchplatz, hofft Funk auf stärkere Einzelhandelspräsenz. Er warnte ausdrücklich davor, den Erfolg eines Marktsonntags am Umsatz festzumachen. „Wir wollen zeigen, dass wir da sind, der Umsatz darf nicht das primäre Ziel sein.“

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