Schwerer Unfall auf A8 mit Lkw - Riesenstau um München bis auf A99

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Unweit des Bahnhof See wurde die 22-Jährige aus München in jener August-Nacht Opfer eines Vergewaltigers. Der Mann wurde vor zwei Monaten verhaftet.

Fahndungserfolg

Vergewaltigung und Nötigung: Verdächtiger sitzt im Gefängnis

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Starnberg/Feldafing - Ein 23 Jahre alter Iraker aus Feldafing sitzt seit mittlerweile knapp zwei Monaten in Haft. Er soll der Mann sein, der im Sommer eine 22-Jährige in Starnberg vergewaltigen wollte.

Der Vorwurf wiegt schwer. Vergewaltigung und sexuelle Nötigung werden dem 23-Jährigen zur Last gelegt, der Haftbefehl wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II erlassen. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord gestern mitteilte, wurde der Mann bereits am 25. Oktober festgenommen. „Zur Sache hat er sich bislang nicht geäußert“, sagte ein Sprecher. Nach Informationen des Starnberger Merkur handelt es sich bei dem irakischen Staatsbürger um einen Flüchtling.

Rückblende: Am Samstag, 6. August, feiert H’ugo’s Beachclub im Undosa die Karibische Nacht. Für das Partyvolk stehen vier Tanzflächen zur Verfügung, es gibt eine brasilianische Mitternachtsshow, eine Feuershow, Salsa, Zumba, Percussion und vieles mehr. Mittendrin: eine 22 Jahre alte Frau aus München mit ihrer Clique. Zwischen 5 und 6 Uhr am frühen Sonntagmorgen verließ sie die Karibische Nacht und ging zu Fuß Richtung Bahnhof See, um die nächste S-Bahn nach Hause zu nehmen.

„Nach ihren Angaben wurde sie auf dem Weg von einem unbekannten Täter in ein Gebüsch gezerrt und zu Boden gedrückt“, hieß es damals im Polizeibericht. „Anschließend vollzog der Täter an seinem Opfer sexuelle Handlungen. Die Frau wehrte sich massiv und konnte flüchten.“

Die 22-Jährige stoppte ein vorbeifahrendes Auto und ließ sich vom Fahrer zum S-Bahnhof bringen. Zusammen mit einer Freundin fuhr sie schließlich nach Hause und erstattete gegen 9.10 Uhr bei der Polizei in München Strafanzeige.

Bereits am Tag darauf fiel zwei Beamtinnen der Polizeiinspektion Starnberg am Bahnhof See ein Mann auf, auf den die relativ markante Täterbeschreibung passte: 1,63 Meter groß, korpulent, Vollbart und eine so genannte Undercut-Frisur (also der untere Haarschopf rasiert) samt Zopf.

Gegenüber der Polizei spielte der Mann jedoch den Ahnungslosen, auch das 22-jährige Opfer konnte ihn nicht mit hundertprozentiger Gewissheit identifizieren. Deswegen mussten ihn die Ermittler seinerzeit laufen lassen.

Allerdings scheint es mittlerweile diese Gewissheit zu geben. Denn wie die Polizei gestern berichtete, hinterließ der Täter während der Tatausführung eine so genannte Individualspur – damit gelang es der Polizei, die DNA des Vergewaltigers zu sichern. Diese Daten wurden in der Zwischenzeit mit der DNA des Irakers abgeglichen – Volltreffer. Am 25. Oktober nahmen Polizeibeamten den 23-Jährigen in seiner Wohnung in Feldafing fest.

Warum seitdem zwei Monate vergangen sind, ehe die Polizei den Fahndungserfolg mitteilte, erklärte ein Sprecher gestern so: Man sei aufgrund von Zeugenaussagen davon ausgegangen, dass während der Tat im August ein zweiter Mann Schmiere gestanden habe. Ihn habe man durch eine frühzeitige Veröffentlichung nicht warnen wollen. Mittlerweile hätten sich aber keine Hinweise auf einen Komplizen ergeben.

Der 23-Jährige sitzt in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess.

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