Verkehr

Meilensteine für Umfahrung ausarbeiten

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Der Stadtratsbeschluss, den Tunnel zu bauen und die Umfahrung zu planen, gab es am 20. Februar. Nun hat der Projektausschuss Verkehr in Sachen Umfahrung weitere Pflöcke eingerammt.

Starnberg – Tunnel bauen, Umfahrung planen – so lautet der berühmte Doppelbeschluss des Stadtrats vom 20. Februar. Nachdem die Vorbereitungen für den Tunnelbau ungeachtet des Bürgerbegehrens laufen, hat der Projektausschuss Verkehr nun auch in Sachen Umfahrung zwei Anträge der Bürgerliste (BLS) mit jeweils großer Mehrheit angenommen und damit weitere Pflöcke eingerammt.

Passen Starnberger und Schäftlarner Interessen zusammen?

„Die Jann-Trasse (ortsferne Nordost-Umfahrung, Anm. d. Red.) entspricht dem Wunsch der Starnberger Bevölkerung“, begründete Vizebürgermeister Dr. Klaus Rieskamp die Initiative. Demnach soll die Stadtverwaltung in einem ersten Schritt den Stand der vorliegenden Entwurfsplanung feststellen, das Projekt nach einzelnen „Arbeitspaketen“ aufschlüsseln, einen Meilensteinplan entwickeln und Ausschreibungstexte für die Beauftragung von Fachbüros formulieren. Lediglich WPS und FDP stimmten mit Nein. „Wir begeben uns langsam in Vollzugs-Modus“, sagte UWG-Fraktionschef Patrick Janik dazu.

In einem weiteren Antrag wurde die Verwaltung beauftragt, Gespräche mit der Gemeinde Schäftlarn zu führen. Auch dort gibt es Überlegungen für eine Umfahrung zur A 95. Inwieweit die Starnberger und die Schäftlarner Interessen diesbezüglich gebündelt werden können, sollen Bürgermeisterin Eva John und ihre Mitarbeiter nun ausloten.

Frey: „Wir brauchen erst eine vernünftige Planungsgrundlage“

Dabei geht es auch um die Frage, ob aus dem bereits geplanten A 95-Halbanschluss für das Gewerbegebiet Schorn ein Vollanschluss werden kann, der dann auch die Starnberger Umfahrung aufnimmt. „Wir müssen von Anfang an alles durchgehen“, mahnte Rieskamp. Diesem Antrag versagten WPS und BMS die Zustimmung.

Den Vorschlag der Verwaltung, bereits jetzt die Autobahndirektion Südbayern mit ins Boot zu holen, erteilte der Ausschuss eine klare Absage. „Wir brauchen erst eine vernünftige Planungsgrundlage“, sagte CSU-Chef Stefan Frey. „Die Behörde kann jetzt relativ wenig dazu beitragen.“

Vor einer zu hohen Arbeitsbelastung der Stadtverwaltung warnte Stadtbaumeister Stephan Weinl. Über die von der Verwaltung gewünschte Besetzung einer Vollstelle für einen Bauingenieur der Fachrichtung Verkehrs- und Straßenplanung beriet gestern Abend der Stadtrat. Die Entscheidung stand bei Redaktionsschluss noch aus. 

Rubriklistenbild: © Andrea Jaksch

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