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Wegen Insel reif für die Insel

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Von: Michael Stürzer

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Genau vor der Ausfahrt: Zwei Jahre hat es die Feuerwehr Söcking mit der Verkehrsinsel vor ihrem Gerätehaus versucht – die Probleme sind zu gravierend. Die Stadt überlegt nun, die Querungshilfe zu verlagern. © Foto: Stefan Schuhbauer-von Jena

Direkt vor der Ausfahrt der Söckinger Feuerwehr befindet sich seit fast zwei Jahren eine Verkehrsinsel. Lange haben die Ehrenamtlichen versucht, sich mit der Insel zu arrangieren – vergeblich. Die Stadtverwaltung prüft den Fall.

Söcking – Manchmal ist es ein Kreuz mit der Sicherheit für Fußgänger: An der Riedeselstraße hat die Stadt vor knapp zwei Jahren eine Querungshilfe in Form einer Verkehrsinsel zwischen den Bushaltestellen installieren lassen – genau vor der Ausfahrt des Feuerwehrgerätehauses. Die Ehrenamtlichen um Kommandant Hans Obermeier haben seither versucht, mit der Insel klarzukommen und festgestellt: Es geht nicht wirklich. „Sehr unglücklich“ sei die Lage und die Insel selbst hinderlich, sagte Obermeier jüngst bei der Jahreshauptversammlung. Mit den Löschfahrzeugen kommen die Feuerwehrler noch recht gut vom Hof, müssen aber rückwärts wieder in die Garage fahren – da stört die Insel. Auch wenn die Aktiven mit ihren Privatfahrzeugen vom Hof wollen, wird es kompliziert: Man sehe nichts, und zum Teil sei man auf der Straße „wie die Kamikaze“ unterwegs. Denn: Tastet man sich vom Hof auf die Straße, kann ein Auto auf der Straße nicht ausweichen, ohne die Verkehrsinsel zu überrollen. „Mit einem LF ist es leichter als mit einem Pkw“, erklärt er, weil man ganz vorne sitzt und mehr sieht. Sehr gefährlich sei das und alles recht eng – was kurz vor Weihnachten auch ein Busfahrer bemerkte, als er das Wartehäuschen mitriss.

Die Wehr regte an, die Querungshilfe, die Obermeier zufolge sowieso eher wenig genutzt wird, um 200 Meter Richtung Hanfelder Straße zu versetzen. Dort gebe es auch einen Zugang zur Anlage des Rummelsberger Stiftes. Die Polizei stuft die Insel übrigens auch als falsch platziert ein. Besser wäre, sie nach Norden oder Süden zu verlegen, sagt Verkehrssachbearbeiter Johannes Bauer, zumal sie auch im Weg ist, wenn das Stift beliefert wird.

Bis der Stadt eine bessere Lösung einfalle, müsse die Insel erst mal bleiben, erklärt Bürgermeisterin Eva John. Diese Tage habe sie sich die Lage selbst angesehen und will nun mit der Verwaltung über andere Lösungen beraten. Gerade das Rückwärts-Einparken sei „relativ umständlich“ – die Fahrzeuge müssen aber so in die Garagen, damit sie im Einsatzfall schnell ausrücken können. Ziel sei, einen anderen Ort für die Querungshilfe zu finden oder die Form am heutigen Standort zu verändern.

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