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Gleichzeitig grün sollen die Fußgängerampeln an der Münchner Straße zeigen – da s will die Stadt.

Verkehrssicherheit

Vorstoß für zwei grüne Männchen

Die Stadt Starnberg ist ungeachtet der Behörden-Einschätzung für eine andere Ampel-Regelung an Münchner Straße.

Starnberg – Die Stadt Starnberg will beim Landratsamt eine Änderung der Ampelschaltung an der Münchner Straße beantragen, auch wenn das ein weitgehend sinnloses Unterfangen sein dürfte. Dass die beiden Fußgängerampeln an der Kreisbehörde versetzt Grün zeigen, hält auch Bürgermeisterin Eva John für eigenartig.

Polizei: Keine Unfälle auf die Ampelphasen zurückzuführen

Neben den Vorstößen von BLS-Fraktionschef Michael Mignoli gebe es dazu auch einen Antrag von Christine Lipovec (BMS). Das Landratsamt, als Untere Verkehrsbehörde für die Ampel zuständig, hatte jedoch schon im Vorfeld erkennen lassen, keinen Handlungsbedarf und keine Handlungsmöglichkeit zu sehen. Die Ampel auf der Südseite zeigt rund acht Sekunden später Grün als die Ampel auf der Nordseite – ob das Ursache eines Unfalles Ende Juni war, bei dem ein Mädchen verletzt worden war, ist allerdings ungeklärt. Würden beide Ampeln zeitgleich Grün zeigen, würde dies entweder die Zeit zum Überqueren der vier Spuren auf 13 Sekunden reduzieren oder zu längeren Rotphasen für den Autoverkehr führen. Letzteres will das Staatliche Bauamt vermeiden, um nicht längere oder Staus zu produzieren.

Unfälle, die nachweislich auf die Phasen der Fußgängerampel zurückzuführen sind, gab es nach Einschätzung der Polizei in den vergangenen Jahren nicht. Das Problem könnte sich zudem in einem Jahr beinahe von selbst lösen. Dann beginnt der Ausbau der Münchener Straße als Zulaufstrecke zum B 2-Tunnel. Dann wird der Fußgängerüberweg Richtung Stadtmitte verschoben. Offen ist allerdings, wie sich die Verlagerung des Überwegs auf die Ampelschaltung auswirkt.

Bauamt: „Wir schauen, es günstig für Fußgänger zu gestalten“

Christian Probst vom Staatlichen Bauamt Weilheim will sich derzeit noch nicht festlegen, wie die Ampelschaltung an einem neuen Überweg an der ausgebauten Münchner Straße aussehen wird. Die dann neue Fußgängerampel werde eine Bedarfsampel, die wohl nicht ins Netz der Grünen Welle eingebunden werde. „Wir schauen, es günstig für Fußgänger zu gestalten“, sagt Probst.

Apropos Grüne Welle: Die geänderten Zeiten, die den Verkehrsfluss auf der B 2 beschleunigen sollen, sind im Bereich des Tutzinger-Hof-Platzes bereits geschaltet – gemerkt hat es fast niemand. Beschwerden gab es nicht, was das Staatliche Bauamt als gutes Zeichen wertet. Wie berichtet, werden zu Stoßzeiten die Phasen verlängert, damit der Stau kürzer wird.

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