Die Polizei hatte nach dem vermissten Segler auch mit Hunden gesucht - erfolglos. Foto: IKE

Vermisster Segler: Bootsführer hatte mehr als 1,1 Promille

Tutzing - Angetrunken am Steuerrad: Die Wasserschutzpolizei Starnberg geht im Fall des seit Ende Mai vermissten Seglers von einer "absoluten Fahruntüchtigkeit" des Bootsführers aus.

Am letzten Mai-Wochenende war der 52-jährige Eigner des Kajütbootes "Julia" mit einem 46-jährigen Bekannten bei einem Fest im Tutzinger Nordbad und fuhr in den frühen Morgenstunden mit seinem Boot quer über die Tutzinger Bucht Richtung Bernried. Etwa auf halber Strecke war der Begleiter ins zu diesem Zeitpunkt noch recht kalte Wasser gestürzt und verschwunden. Der Bootsführer sprang noch hinterher, konnte den Mann aber nicht retten.

Bei der Untersuchung des Vorfalls durch die Kripo stellte sich heraus, dass der Bootsführer angetrunken war - dabei gelten auf dem See die gleichen Grenzen wie auf den Straßen. Inzwischen scheint sicher, dass der Münchner "absolut fahruntüchtig" war - das heißt, er hatte mehr als 1,1 Promille Alkohol. Die Wasserschutzpolizei Starnberg hat die Anzeige dazu bereits an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Nach dem Unfall hatte die Polizei unter anderem mit speziell ausgebildeten Suchhunden nach dem Vermissten gesucht - vergeblich. Weitere Suchaktionen sind nicht geplant.

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