eilnehmer eines Sprachkurses sitzen hinter dem aktuellen Programm der Volkshochschule. Die Bundesregierung plant, die Umsatzsteuerfreiheit für allgemeine Weiterbildung aufzuheben. Dagegen formiert sich Widerstand. Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk
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Die VHS Starnberger See hat ihr Programm vor das Semester Frühjahr/Sommer 2021 vorgestellt (Symbolbild).

Neues Semester mit neuem Programm

VHS Starnberger See hofft auf viele Anmeldungen

  • Michael Baumgärtner
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Die Volkshochschule Starnberger See hat ihr neues Programm vorgestellt. Neben Altbewährtem gibt es auch einige neue Kursangebote.

Starnberg – Der zweite Lockdown seit November vergangenen Jahres hat auch die Volkshochschule (VHS) Starnberger See hart getroffen. „Viele Kurse mussten ausfallen, wir hatten viele Stornierungen und weniger Anmeldungen“, sagte Tim Weidner am Freitag bei der Vorstellung des Programms für das Semester Frühjahr/Sommer 2021. Dennoch habe das Team der VHS die Anforderungen gut gemeistert, um den wichtigen Bildungsauftrag zu erfüllen, meinte der Vorsitzende der VHS Starnberger See. Etwa 40 Prozent der Kurse konnten im Online-Format abgehalten werden. „Von 452 Angeboten konnten wir 261 durchführen“, sagte Weidner. Das gelang auch deswegen, „weil wir gut in Sachen Digitalisierung aufgestellt sind“. Allerdings habe die VHS im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur 46 Prozent Einnahmen erzielen können. Weidners Bilanz: „Wir konnten die Situation einigermaßen meistern, aber je länger der Lockdown dauert, desto kritischer wird es.“ Er appelliere an die Politik, „die Volkshochschulen nicht hängen zu lassen und sie finanziell zu unterstützen“.

Umso wichtiger sei es in der momentanen Situation, dass sich viele Teilnehmer für das neue Programm anmelden, das Christine Loibl und ihr Team in einer Video-Pressekonferenz vorstellten. „Bislang haben wir rund 1000 Anmeldungen weniger als vor einem Jahr“, sagte die VHS-Leiterin. An der Vielfalt des Programms kann es jedenfalls nicht liegen. Neben vielen altbewährten Angeboten hat die Volkshochschule für das neue Semester, das am 1. März beginnt, auch einige neue Kurse in ihre Bildungssortiment aufgenommen. Beispielsweise gibt es einen philosophischen Gesprächskreis zum Thema Digitalisierung der Gesellschaft. Auch der Bereich Religion wird erweitert. „Da haben wir nun eine Kooperation mit der evangelischen Kirche“, erklärte Loibl. Für junge Menschen gedacht ist der Demokratieführerschein. In Zusammenarbeit mit dem Starnberger Jugendzentrum Nepomuk lernen die Jugendlichen dabei in Theorie und Praxis, wie Kommunalpolitik funktioniert.

Im Bereich „Beruf & EDV“ bietet die Starnberger VHS erstmals den Kurs „IT on demand“ an. Dieses Konzept richtet sich vor allem an Firmen und Fachleute, die ein spezielles Problem am Computer haben. Kompetente IT-Trainer bieten Hilfe in allen gängigen Anwendungen an.

Besonders betroffen von den Kontaktbeschränkungen war im vergangenen Semester der Sektor „Gesundheit & Fitness“. Nicht nur deswegen wurde die Kategorie „VHS draußen“ neu eingeführt. „Wir hatten am meisten unter Corona zu leiden“, sagte die für diesen Bereich zuständige Martina van der Wiel. Die Online-Formate „waren nur ein Notnagel“.

Deshalb hofft auch Vorsitzender Tim Weidner, dass bald wieder „Präsenzkurse möglich sind, die Menschen warten sehnsüchtig darauf“.

Wo das neue Programm erhältlich ist:

Das gesamte Programm für das Semester Frühjahr/Sommer 2021 der Volkshochschule Starnberger See gibt es in gedruckter Form wie gewohnt in den Rathäusern, Büchereien, in der Tourist-Info, in Banken und Buchhandlungen – und natürlich online unter www.vhs-starnberger-see.de. Seit vergangenem Jahr verzichtet die Starnberger VHS aus ökologischen Gründen auf die Verteilung der Programme an alle Haushalte. Die Programmhefte liegen aber zusätzlich in sogenannten Programmheftboxen aus. Aufstellungsorte dieser Boxen sind:

Starnberg: Einfahrt zum VHS-Haus, Ausgang Bahnhof See, Ausgang Bahnhof Nord, Kirchplatz, Tutzinger-Hof-Platz.

Aufkirchen: Vor der Drogerie Höck.

Höhenrain: Am Kiosk.

Feldafing: Bushaltestelle Rathaus.

Pöcking: Vor der Bücherei.

Tutzing: Alter Eingang zum Rathaus.

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