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Vorschau 2018

Viel Bau bringt Stau

In diesem Jahr werden im Landkreis so viele und so teure Straßenbauprojekte begonnen wie niemals zu vor – das liegt vor allem am B 2-Tunnel in Starnberg. Für Pendler werden Autobahnbaustellen zur Gedulsprobe.

Landkreis– Das Jahr der Großbaustellen auf, an und für Straßen im Landkreis Starnberg beginnt in drei Wochen – je nach Wetter. Dann will die Autobahndirektion Südbayern mit dem Neubau von Brücken am Autobahndreieck Starnberg beginnen, der für Autofahrer einige Einschränkungen mit sich bringt. Es ist längst nicht das einzige Vorhaben. Eine Übersicht:

Autobahnen

Nach den Faschingstagen soll mit dem Abriss einer Brücke am Dreieck Starnberg sowie weiterer Brücke inklusive der Anschlussstelle Schäftlarn begonnen werden, so nicht tiefster Winter herrscht. Vorbereitende Arbeiten sind bereits im Vorjahr gelaufen. Der genaue Ablauf wird gerade festgelegt, sagt Josef Seebacher, Sprecher der Direktion. Die A 95 wird dann voraussichtlich bis Weihnachten auf zwei schmale Spuren je Richtung reduziert. Mit Einschränkungen müssen Autofahrer auch auf der A 96 leben, denn vermutlich Anfang April wird der komplette Verkehr auf die Richtungsfahrbahn nach München verlegt und mit dem Bau einer so genannten Galerie zum Lärmschutz bei Gilching begonnen. Die Arbeiten werden das ganze Jahr dauern, der Stau damit wohl auch.

Bundesstraßen

Das Staatliche Bauamt Weilheim will Ende Juli das bisher größte Projekt im Kreis offiziell starten: den B 2-Entlastungstunnel. Erstes größeres Projekt ist der Ausbau der Münchner Straße in Starnberg. Nächste Woche sollen Details dem Stadtrat vorgestellt werden. „Wir sind ständig am Überdenken“, sagt Abteilungsleiter Christian Probst und meint die Verkehrsführung. Eine kleine Baustelle am Landratsamt im November hatte an selber Stelle zu einem Riesen-Chaos mit Stau bis zum Autobahndreieck gesorgt. „Das war ein Warnschuss, dass man nicht voreilig da rangehen darf“, so die Erkenntnis. Heuer wird die Löschwasserzisterne auf dem Schlossberg weiter gebaut und der erste Teil der Münchner Straße. Und: Es werden in einigen Wochen die offiziellen Bautafeln aufgestellt.

Ein weiteres Vorhaben im Bereich Bundesstraßen ist der Pendlerparkplatz an der B 471 und A 96 bei Inning. Rund 90 Stellplätze werden dort eingerichtet, um den Ort zu entlasten. Kosten: rund 600 000 Euro.

Staatsstraßen

Hauptprojekt ist der Neubau der heutigen STA3 zwischen Hadorf und der Waldkreuzung als Staatsstraße 2069. Rodungen stehen an, im April soll der Bau beginnen – die Strecke wird dann voll gesperrt. Fertigstellungstermin des rund 2,5 Kilometer langen und zwei Millionen Euro teuren Stücks soll am Jahresende sein. Die Staatsstraße in Erling bekommt heuer eine neue Decke, der letzte Bauabschnitt der Münchener Straße in Gauting inklusive Hauptplatz wird in Angriff genommen. Auch dort ist mit einer Vollsperrung zu rechnen, allerdings nur an Wochenenden. Weitere Sperrungen soll es dort nicht geben. Die Starnberger Straße in Gauting soll heuer zudem eine neue Decke bekommen zwischen Reismühler Straße und Hauptplatz. Der Ausbau der Hauser Kreuzung zum Kreisverkehr hingegen musste wegen Überschneidungen bei Umleitungen und fehlendem Grund auf 2019 verschoben werden.

Ein bedeutsames Projekt ist die Hauptstraße in Tutzing. Die Arbeiten dort werden Probst zufolge wohl Mitte des Jahres beginnen, wenn Planungen anderer Beteiligter wie des Abwasserverbandes fertig sind.

Umgehungen

Für die Stadt baut das Staatliche Bauamt bekanntlich die Westumfahrung Starnberg für rund 14 Millionen Euro. Die Brücken sind alle fertig, der Straßenbau läuft an. Verkehrsfreigabe soll am Jahresende mit der Strecke Hadorf-Waldkreuzung sein. Die Umgehung Gilching baut die Gemeinde selbst – im April soll Spatenstich, Freigabe Ende 2019 sein.

Kreisstraßen

Viele kleinere Maßnahmen stehen an, etwa eine Querungshilfe bei Königswiesen, und Projekte für Alltagsradler.

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