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Die Zahl der im Landkreis zugelassenen Autos.

Fahrzeugbestand 2015

Auf 658 Fahrzeuge im Landkreis Starnberg kommt ein E-Auto

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Landkreis Starnberg - Die Blechlawine wächst langsamer. Aber die Zahl der Fahrzeuge ist in den vergangenen Jahrzehnten um ein Vielfaches stärker gestiegen als die Einwohnerzahl.

Die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge im Landkreis ist 2015 weniger stark gestiegen als in früheren Jahren. Allerdings scheinen größere Zuwächse kaum noch möglich – schon heute kommen auf 1000 Landkreisbürger im Führerschein-Alter rund 911 zugelassene Fahrzeuge. Seit Mitte der 1980er Jahre ist die Zahl der Fahrzeuge im Landkreis viermal so schnell gestiegen wie die Zahl der Einwohner. die Öko-Autos spielen nach wie vor keine Rolle.

Der Autolandkreis näherte sich ein Stück der 100 000-Fahrzeuge-Grenze, erreichte sie jedoch nicht. Nach einer Berechnung des Landratsamtes auf Bitte des Starnberger Merkur waren Ende Dezember 98 584 Fahrzeuge aller Art zugelassen. Rechnet man Anhänger und Sonderfahrzeuge dazu, waren es 111 290. Die übergroße Masse sind Pkw mit Benzin- oder Dieselmotoren, nämlich 82 011. Statistisch bedeutet das, dass auf jeden Landkreisbürger über 18 Jahre 0,76 Pkw kommen – anders gerechnet: 758 Pkw auf 1000 Einwohner im Führerscheinalter. Bezieht man Lkw, Zugmaschinen und Motorräder ein, hat fast jeder ein motorisiertes Gefährt, der eines fahren darf. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung vom Säugling bis zum Senior ergeben sich rechnerisch rund 740 Fahrzeuge bzw. 625 Pkw auf 1000 Einwohner. Zum Vergleich: In Bayern wurden 2014 je 1000 Einwohner 589 Pkw gezählt, in Oberbayern 575.

Nach der Statistik gab es Ende vorigen Jahres 4004 Lkw im Kreis und rund 9358 Motorräder. 3127 Zugmaschinen waren zugelassen, zudem 5075 Anhänger bis 3,5 Tonnen und weitere 6448 Anhänger anderer Art. 1183 Sonderfahrzeuge wie selbstfahrende Arbeitsmaschinen oder Feuerwehrfahrzeuge hatte die Zulassungsstelle im Bestand. Alle diese Zahlen steigen seit Jahren.

Bundesweit gab es 2015 einen Rekord bei Neuzulassungen. Auch im Landkreis wurden eifrig Neuwagen gekauft. 6153 neue Pkw wurden zugelassen, 528 Lkw und 496 Krafträder, also Motorräder in unterschiedlicher Motorisierung. Trotz aller Beteuerungen zur Energiewende und zum Klimaschutz – Elektroautos spielen faktisch keine Rolle. Ende Dezember waren 150 E-Mobile angemeldet, das sind magere 0,15 Prozent. Man kann es auch anders darstellen: Auf 658 Fahrzeuge kommt ein E-Auto. 2015 stieg die Zahl durch Neuzulassungen auf 26, also alle zwei Wochen eines. Etwas besser sind die Zahlen bei Hybrid-Fahrzeugen, die einen Elektro- und einen Verbrennungsmotor haben: 280.

Über die Staus in Starnberg darf man sich angesichts dieser Zahlen nicht wundern. Würde man alle Pkw mit STA-Kennzeichen hintereinanderstellen, käme ein Stau vom Landratsamt bis an den Gardasee heraus. Verschwindend kurz ist dagegen die Autoschlange mit im Landkreis nach den neuen Regelungen ausgegebenen WOR-Kennzeichen: 98 Fahrzeuge sind es, macht einen Stau von rechnerisch 400 Meter.

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