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Urkunden für drei Volkshochschulen (v.l.): Klaus Tonte, Veronika Wagner (beide VHS Würmtal), Ministerialdirektor Dr. Rüdiger Detsch, An ke Rasmussen, Petra Hofstätter (beide VHS Herrsching), Christine Loibl und Gerhard Dix (beide VHS Starnberg). 

Volkshochschulen in der Region

Drei Top-Adressen für Verbraucher

Als Stützpunkte für Verbraucherbildung zeichnete das Verbraucherschutzministerium am Mittwoch die Volkshochschulen Starnberg, Herrsching und Würmtal aus. Für dieses Prädikat mussten die Bildungseinrichtungen bestimmte Kriterien erfüllen.

Starnberg/Landkreis – Woran erkenne ich Abzock-Fallen im Internet? Lohnt sich für mich ein Elektroauto? Wo spare ich an der richtigen Stelle? Fragen wie diese beschäftigen viele Menschen. Antworten darauf finden sie nun verstärkt in den Volkshochschulen Starnberger See, Herrsching und Würmtal. Seit Mittwochabend dürfen sich die drei Einrichtungen nämlich offiziell „Stützpunkt für Verbraucherbildung“ nennen. Im Rahmen einer Eröffnungsfeier im Landratsamt Starnberg überreichte Ministerialdirektor Dr. Rüdiger Detsch aus dem bayerischen Verbraucherschutzministerium die Urkunden.

An 18 bayerischen Volkshochschulen gibt es mittlerweile Stützpunkte für Verbraucherbildung. Sie arbeiten eng mit dem Ministerium zusammen und klären die Bürger im Bereich Konsumalltag auf. Die Teilnahme an den Kursen und Vorträgen rund um Datenschutz, Digitalisierung und Marketingtricks im Internet ist kostenlos. Die Volkshochschulen veranstalten sie zudem neutral gegenüber Anbietern oder Produkten. „Das sind die Voraussetzungen, um anerkannter Stützpunkt zu werden“, erklärte Detsch den rund 50 Anwesenden.

Christine Loibl schlug vor, sich beim Ministerium zu bewerben

Die Idee, sich beim Ministerium zu bewerben, hatte Christine Loibl. Die 52-Jährige ist seit vier Jahren Leiterin der VHS Starnberger See. „Schon immer haben wir vereinzelt Kurse zur Bildung von Verbrauchern angeboten“, erzählte sie. „Ich habe mir dann überlegt, was man noch besser machen könnte.“ Gemeinsam mit Petra Hofstätter und Veronika Wagner, den Leiterinnen der Volkshochschulen Herrsching und Würmtal, bewarb sie sich vor einem Jahr für den Stützpunkt. Im Juni bekamen sie Bescheid, dass sie ausgewählt wurden. „Die Freude ist sehr groß“, sagte Loibl. „Es ist wahnsinnig schön, dass man auch von der Politik gehört und unterstützt wird.“

Direkt nach der Zusage begannen die Volkshochschulen, ihr Kursprogramm noch für den September weiter auszubauen. Auf den Internetseiten der Volkshochschulen gibt es sogar eine eigene Rubrik „Verbraucherbildung“. Derzeit planen die drei VHS-Leiterinnen bereits das Kursprogramm für das nächste Sommersemester, das im März 2020 beginnt.

Landrat und Ministerialdirektor lobten die Volkshochschulen

„Es braucht großen Mut, diese Verantwortung zu übernehmen und einen weiteren Schritt in Richtung Bildung für alle zu gehen“, betonte Landrat Karl Roth bei der Eröffnungsfeier am Mittwoch. Diesem Lob schloss sich Ministerialdirektor Detsch an. Um die Leistung der Volkshochschulen zu ehren, verlieh er den drei Vorsitzenden Gerhard Dix, Anke Rasmussen und Klaus Tonte schließlich die Urkunde, die sie mit dem Qualitätssiegel „Verbraucherbildung Bayern“ auszeichnet.

Mehr Informationen zum Programm der drei Einrichtungen erhalten Interessierte auf den Internetseiten der Volkshochschulen: www.vhs-starnberger-see.de, www.vhs-herrsching.de und www.vhs-wuermtal.de.

von Vanessa Lange

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