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Bayerisch-bretonisches Gruppenbild: Elf Jugendliche aus Dinard samt Betreuerstab sind seit dem Wochenende zu Gast in Starnberg. Der Auftakt war etwas verregnet, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Städtepartnerschaft

Vorfreude auf den Kaiserschmarrn

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Freunde aus Dinard sind zum Schüleraustausch in Starnberg - bis Samstag haben sie noch einige Programmpunkte vor sich.

Starnberg – Mit Schmuddelwetter hat Starnberg junge Gäste aus der Partnerstadt Dinard begrüßt. Zum Rudertraining waren elf Austauschschüler und ihre Betreuer nach einem Stadtrundgang gerade in die Boote gestiegen, als nach wenigen Ruderschlägen der Himmel wieder seine Schleusen öffnete. Rasch kehrten die Gäste ans Ufer zurück und suchten Schutz im Trainingsraum des Münchner Ruder- und Segelvereins (MRSV). Der fröhlichen Stimmung der Franzosen tat das keinen Abbruch. Schließlich sind sie von der bretonischen Küste Wetterunbilden gewohnt. Und das Training an den Ergo-Rudergeräten machte auch Spaß.

Gabriel kommt gerne her: „Ich finde den Starnberger See sympathisch“

Beim anschließenden offiziellen Empfang durch dritte Bürgermeisterin Iris Ziebart – Bürgermeister Eva John hatte kurzfristig absagen müssen – und Angelika Galata von den Freunden von Dinard war Fröhlichkeit Trumpf. Schließlich trafen die Gäste aus der Bretagne beim MRSV ihre deutschen Freunde, in deren Familien sie bis zum nächsten Samstag Gastrecht genießen. Alle gemeinsam stimmten dann das „Zum Geburtstag viel Glück“ auf französisch an: „Bon anniversaire“ zu Ehren der dritten Bürgermeisterin und Partnerschaftsreferentin von Dinard, Patricia Perrier, die die Delegation begleitet. Sie musste diesen Tag nicht ganz ohne Familie erleben: Eine der Austauschschülerinnen ist ihre Tochter Morgane. Die 13-Jährige ist das dritte Mal zu Gast in Starnberg und ist gespannt, was der gut einwöchige Aufenthalt ihr an neuen Erfahrungen und Erlebnissen beschert.

Ins Austauschprogramm haben zwei 17-jährige Delegationsmitglieder schon einmal gespickt. Beide sind schon erfahrene Starnberg-Besucher. Gabriel ist das achte Mal in der bayerischen Partnerstadt, fünfmal war er mit der Schule in Starnberg und dreimal als Mitglied einer vom Dinarder Jugendzentrum organisierten Reisegruppe. Gabriel kommt gerne hierher. „Ich finde den Starnberger See sympathisch.“ Er freut sich auf den Ausflug zur Schwarzenbergalm bei Hundham. Dort wird die Gruppe übernachten und anderntags absteigen nach Fischbachau.

Am Samstag geht es mit dem TGV zurück an die bretonische Küste

Der Trip in die Berge ist auch ganz nach dem Geschmack des gleichaltrigen Jhosept. Auch er ist ein Dauergast in Starnberg – es ist sein siebter Besuch. Der von der feinen wie abwechslungsreichen französischen Küche verwöhnte Jugendliche freut sich auf das bayerische Frühstück – das französische ist bekanntermaßen eher etwas nüchterner ausgestattet – mit Brezen und Butter. Und auf Kaiserschmarrn. Denn kennen, wie Angelika Galata anmerkt, die Franzosen überhaupt nicht.

Am Montag hat die Dinarder Reisegruppe die Landeshauptstadt unsicher gemacht. Nach einem Picknick im Englischen Garten stand ein Besuch der Ludwig-Maximilians-Universitat auf dem Programm mit Führung zur Geschwister-Scholl-Gedenkstätte. Dann durften die jungen Leute München auf eigene Faust erkunden. Vorbereitet von den Gastgebern sind unter anderem noch eine Rallye in Starnberg mit Picknick auf dem Steininger Grundstück, und ein Besuch des Museums auf der Glentleiten. Am Samstag geht es mit dem französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV ab München wieder zurück an die bretonische Küste.

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