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Zwar liegt der Landkreis Starnberg noch vor vielen Nachbarkreisen, verliert aber zunehmend an Boden.

Wirtschaftskraft in der Region

Der Wachstumsmotor stottert

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Landkreis - Der Landkreis Starnberg sticht unter den Kreisen der Region München heraus – im positiven wie im negativen Sinne. Einesist er sicher nicht, wie die Kreisdaten des Planungsverbandes Äußerer Wirtschaftsraum zeigen: Durchschnitt.

Zahlen zeigen vieles über den Landkreis Starnberg, und manches in den Kreisdaten des Planungsverbandes hätte man so eigentlich nicht vermutet. Die Daten erscheinen auf den ersten Blick alt – sie sind von 2014. Neuere Zahlen allerdings gibt es in den meisten Bereichen noch gar nicht.

Bei Starnberger Wirtschaft alles bestens? Mitnichten!

Die Zahl der sozialversicherungspflichten Beschäftigten am Arbeitsort – meint Jobs im Kreis – hat sich zwischen 2009 und 2014 nach den Zahlen des Verbandes um 14,5 Prozent auf 44 440 erhöht. Damit befindet sich der Kreis im Mittelfeld der Region. Je 1000 Einwohner gibt es 337 Stellen. Nur München und Freising haben mehr. Alles bestens also? Mitnichten.

Denn der Landkreis Starnberg ist der einzige Kreis in der Region, dessen Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen 2008 und 2013 – neuere Zahlen gibt es nicht – nicht gestriegen ist. Im Klartext: Die Wirtschaftskraft im Kreis ist gesunken, und zwar um 5,4 Prozent. Das ist nicht zwingend ein Alarmsignal, denn mit 75 042 Euro je Erwerbstä- tigem bzw. 36 817 je Einwohner liegt Starnberg weit vor anderen, abgesehen vom Landkreis München.

Steuern: Starnberg im Mittelfeld

Die Wirtschaftskraft ist also schon hoch. Der Landkreis München indes wächst trotz deutlich höherer Werte weiter, Starnberg nicht. Im Durchschnitt ist das BIP in der Region um 11,2 Prozent gewachsen. Starnberg ist übrigens weit und breit der einzige Kreis mit einem Minus. Dass die Region München innerhalb Bayerns nur vergleichsweise geringe Wachstumsraten beim BIP hat, ist lange bekannt. Das liegt aber auch am hohen Niveau.

Die Gemeinden im Landkreis haben im Vergleich zu den anderen Kreisen – wieder mit Ausnahme Landkreis München – keinen Grund zum Jammern. Sie bekommen mehr Steuern, nämlich im Schnitt 1326 Euro pro Einwohner. In Dachau sind es nur 1023. Der Wert hat sich seit 2009 um 17,7 Prozent erhöht. Nach den Daten des Planungsverbandes sind 35,5 Prozent davon Gewerbesteuern, 54,1 Prozent sind der Anteil der Gemeinden an der Einkommenssteuer. Zum Vergleich: In der Region München liegt der Einkommensteueranteil im Schnitt bei 34,2 Prozent, in Bayern bei 41 Prozent. Die Gewerbesteuereinnahmen liegen im Vergleich mit anderen Kreisen im Mittelfeld.



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