Starnberger Stadtrat

Wangener Weiher bleibt Streitthema

Starnberg - Die Verkauf des Löschweihers in Wangen ist weiter ein Streitthema im Starnberger Stadtrat. Die Stadträte können derzeit die Unterlagen prüfen.

Kritische Fragen dominierten die Debatte im Stadtrat um den Verkauf des Wangener Löschteichs. Hauptkritik: Der Rat sei nicht eingebunden gewesen, die Folgekosten lägen nun einseitig bei der Stadt. Und immer wieder die Frage, warum das Grundstück überhaupt verkauft worden sei. Eine klare Antwort gab es nicht.

Bürgermeisterin Eva John antwortete, soweit ihr das öffentlich möglich war, denn Grundstücksgeschäfte sind nicht öffentlich zu behandeln. Sie hatte den Verkauf in der stadtratslosen Zeit Anfang 2015 beschlossen. Der neue Eigentümer hatte schon früher vergeblich versucht, die rund 400 Quadratmeter große Fläche, die bis auf wenige Randflächen fast vollständig von dem Weiher eingenommen werden, zu kaufen. Neues Baurecht ergebe sich für den Eigentümer durch den Kauf nicht, zumal die Stadt über Dienstbarkeiten im Verkaufsvertrag gesichert habe, dass die Feuerwehr das Gewässer weiter als Löschteich nutzen kann – was wegen der sonst nicht ausreichenden Wasserversorgung vor Ort von existenzieller Wichtigkeit sei. Der neue Eigentümer hat das Grundstück inzwischen wie vereinbart neu eingezäunt und hergerichtet. Eine große Weide war laut John schon vor Monaten wegen Sturmschäden gefällt worden.

Mit Feuerwehr und Nachbarn habe die Stadt jetzt auch Lösungen gefunden, den Teich zu entschlammen und Algen zu entfernen sowie die Einleitung von Regenwasser für fast alle Nachbarn zu regeln, was in der Vergangenheit geduldet worden war. John begründete den Verkauf damit, dass städtische Flächen veräußerbar sind, wenn die Stadt ihre Aufgaben erfüllen kann, ohne dass sie Eigentümer ist. So trage der Erwerber nun die Verkehrssicherungspflicht und müsse für ein ansehnliches Erscheinungsbild sorgen. 20 Jahre lang habe sich die Stadt nicht richtig um den Weiher gekümmert, so dass es am Ende ein öfter stinkendes Gewässer gewesen sei.

Winfried Wobbe (UWG), selbst Wangener, sagte, die Dorfgemeinschaft könne mit der Lösung nun leben, auch im Hinblick auf den laufenden Dorferneuerungsprozess, wenngleich der Zeitpunkt des Verkaufs „unglücklich“ gewesen sei. Beteiligte hatten befürchtet, der Teich werde ganz verschwinden. Die CSU bezweifelt die richtige Wertermittlung zum Verkaufspreis für den land- und forstwirtschaftlichen Grund und will wie alle Fraktionen zunächst die Akten genau studieren, die ihnen John noch in der Sitzung des Stadtrates übergeben hatte. Die CSU und die SPD hatten die Herausgabe der Akten verlangt, um den Verkauf prüfen zu können. Der Kaufpreis wurde in der öffentlichen Sitzung nicht genannt. 

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