Warn-App „Nina“ hat auch Tipps parat. screenshot

App für Smartphone und Tablet

Ab Mittwoch warnt Nina vor Katastrophen

Um 11 Uhr sollen am Mittwoch bayernweit Sirenen zu hören sein. Dahinter steckt ein Test für den Ernstfall. 

Landkreis – Am Mittwoch sollen um 11 Uhr bayernweit Sirenen ertönen. Es handelt sich um einen Probealarm, wie das Landratsamt Starnberg in einer Mitteilung schreibt. Es ist zugleich eine Prüfung für das Warnsystem „MoWaS“. Das wird im Ernstfall, etwa bei Hochwasser oder einem Amoklauf, ausgelöst. Auf dieses System greift die Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck zurück, zu deren Einsatzgebiet auch der Landkreis Starnberg zählt. Ab heute können sich Handy- oder Tabletnutzer über die Notfallinformations- und Nachrichten-App – kurz: „Nina“ – Warnungen schicken lassen. Die Daten bezieht die App vom Warnsystem „MoWaS“, heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes weiter.

Es handelt sich um ein vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickeltes satellitengestütztes Warnsystem zur Warnung der Bevölkerung in Deutschland vor Katastrophen oder Anschlägen. „Es ersetzt bzw. ergänzt die seit Ende des Kalten Krieges nicht mehr flächendeckend vorhandenen Katastrophenschutzsirenen“, schreibt das Landratsamt. Neben „Nina“ beziehen auch Rundfunkanstalten, Pager-Dienste und andere Warn-Apps Daten dieses Warnsystems.

„Je mehr Nutzer, desto wirkungsvoller“

Was bekommen die Nutzer im Ernstfall auf ihrem Display zu sehen? Neben den Warnungen im Katastrophenfall zeigt die App auch die amtlichen Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und lokale Hochwasserinformationen an. Allgemeine Notfalltipps und Verhaltenshinweise in Gefahrensituationen stehen ebenfalls zur Verfügung. Warnungen erscheinen per Push-Nachricht oder in der Benachrichtigungsleiste auf dem Bildschirm. Nutzer können einstellen, ob sie Warnungen im Bereich ihrer Heimatstadt oder ihres Heimatlandkreises erhalten wollen oder auch für ihren aktuellen Standort.

Wichtig: Die App muss installiert sein. Benachrichtigungen gibt es nur bei akuten Gefahrenlagen. „Das hat zur Folge, dass es längere Zeiträume geben kann, in denen keine Meldungen über die App versandt werden“, schreibt das Landratsamt. Dennoch solle die App installiert bleiben, um im Ernstfall warnen zu können. „Je mehr Nutzer eine WarnApp installiert haben, desto wirkungsvoller ist die Benachrichtigung auf diesem Weg.“

Die App steht für die gängigen Smartphone- und Tablet-Betriebssysteme in den jeweiligen App-Stores kostenlos zum Download zur Verfügung.

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