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Fast wie eine archäologische Ausgrabung mutet die Baugrube des Neubaus der Genossenschaft an der Himbselstraße an. Was wie Säulenstümpfe aussieht, sind Bohrpfähle. In den kommenden Tagen beginnt der Rohbau der Wohnanlage, die durch Wasser- und Altlastenprobleme rund eine Million Euro teurer wird. 

Baustelle Himbselstraße

Wasser gestoppt: Wohnungsbau kann beginnen

Der Weg ist frei: Im April kann der Bau von 40 Mietwohnungen an der Himbselstraße in Starnberg beginnen. Probleme mit Wasser in der Baugrube sind gelöst. 

Starnberg – Wenige Tage nach Ostern wird die Wohnunggenossenschaft Starnberger See mit dem Hochbau für ihre Wohnanlage an der Himbselstraße beginnen können. Das Wasserproblem konnte eine Spezialfirma erfolgreich beheben.

Beim Ausheben der Baugrube war die von der Genossenschaft beauftragte Firma auf einen Wasserlauf gestoßen, den vorher niemand gekannt hatte. Es sei eine Rinne aus der Eiszeit in 18 bis 22 Metern Tiefe gewesen, sagt Vorstandsvorsitzender August Mehr. Mit einem hoch komplexen Düsenstrahlverfahren gelang es einer Münchner Spezialfirma, den Wasserfluss zu stoppen. Der unterirdische Bach wird so aufgehalten, bis etwa im September oder Oktober der Rohbau bis zum ersten Stock steht – dann ist das Gewicht des Gebäudes groß genug, um dem Bach zu widerstehen. Der Wasserlauf war nicht das einzige, was man überraschend fand: Von früheren Bauten waren noch Keller im Erdreich. Beides zusammen verteuert das Projekt von 12,1 auf rund 13,3 Millionen Euro. Deswegen sei die Genossenschaft der Stadt dankbar, die im Herbst vorigen Jahres, als die Probleme auftraten, entschied, das Vorhaben mit fünf Prozent der ursprünglichen Bausumme – also rund 600 000 Euro – zu unterstützen. „In der schwierigen Lage sind wir dringend darauf angewiesen“, sagt Mehr.

Bezugsfertig sollen die Wohnung Anfang 2020 sein

Die Baugrund-Probleme haben auch den Zeitplan durcheinandergebracht. Er hinkt rund sechs Monate hinter dem Zeitplan her. Mehr erwartet die Fertigstellung nun für Ende nächsten Jahres. Bezugsfertig sollen die Wohnungen dann Anfang 2020 sein. Alle Beteiligten – ob Genossenschaftsvertreter oder Bauarbeiter – gingen an ihre Grenzen, um das Projekt bald abzuschließen. Mehr: „Das ist kein Pappenstiel.“

Die Genossenschaft errichtet auf dem Grundstück, das ihr gehört, 40 Mietwohnungen, davon 30 geförderte, zumeist Zweizimmerwohnungen. Die Anlage wird barrierefrei. 

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