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Videokamera und Bewegungsmelder sollen Unbefugte abschrecken, die Wasserwacht-Station in Kempfenhausen aufzusuchen, hofft dessen Leiter Markus Bucher, und Zuwiderhandlungen von uneinsichtigen Tätern dokumentieren.

Wasserwacht Starnberg

Wie die Helfer und Retter ihre Basis sichern

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Die Wachstation der Starnberger Wasserwacht in Kempfenhausen ist unter der Woche meistens verwaist. Das lockt zunehmend mehr ungebetene Gäste an, die sich nicht selten daneben benehmen. Die Station soll jetzt sicherer werden, unter  anderem mit einer Überwachungsanlage.

Starnberg – Der Schock ist selbst den jüngeren Mitgliedern der Starnberger Wasserwacht (Wawa) noch gegenwärtig. Vor 13 Jahren ist ihre Wachstation am Starnberger-See-Ufer in Kempfenhausen in Flammen aufgegangen. Die 1961 errichtete Holzhütte wurde von den Flammen total zerstört. Nichts war mehr zu retten von dem Inventar. Damals war es ein technischer Defekt, der zu der Katastrophe geführt hatte. Die Sorge ist bei den Wasserwachtlern geblieben, ein solches Schreckensereignis könnte sich wiederholen. Etwa durch Brandstiftung – fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführt. Denn immer wieder verschaffen sich Unbefugte widerrechtlich Zutritt zum Gelände der unter der Woche nicht besetzten und unbeaufsichtigten Wachstation.

Die Schadensereignisse des vergangenen Jahres an der Wachstation der BRK-Wasserwacht haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Markus Bucher, Leiter der Starnberger Wawa-Ortsgruppe: „Es musste etwas geschehen. So haben wir beschlossen, die Wachstation mit einer Überwachungsanlage auszustatten.“ Nächste Woche soll sie in Betrieb genommen werden. Zwei Videokameras samt Bewegungsmelder sind bereits installiert. Jetzt wird die Software hochgefahren. Die soll es den ehrenamtlichen Helfern unter anderem ermöglichen, aus der Ferne via Smartphone das Geschehen bei der Wachstation zu verfolgen und zu überwachen. Damit nicht wieder passiert, was die Wasserwachtler zu dieser für einen gemeinnützigen Verein kostenträchtigen Investition veranlasst hat.

Bucher ruft im Gespräch mit unserer Zeitung den Diebstahl eines Bootsmotors in Erinnerung. Im vergangenen Jahr wurde auch das Segelboot der Wasserwacht zweimal von Unbekannten ins Wasser geworfen. In einem Fall haben die Täter „den Stöpsel gezogen“, so Bucher. Die Folge: Das Boot lief voll Wasser und musste vom Seegrund wieder an die Oberfläche gehievt werden. Schmierereien an den Wänden der Wachtstation und ungezählte Brandflecken und -löcher auf dem Steg von ausgedrückten Zigaretten sind weitere unschöne Erinnerungen aus dem Vorjahr.

Die Wasserwacht will es ungebetenen Gästen zudem erschweren, auf das Gelände der Wachstation in Kempfenhausen zu gelangen. „Das Tor am Zugang zur Station soll verstärkt werden“, teilt Bucher mit. Und relativiert sogleich: „Aber wer über einen Zaun will, der schafft das auch.“

Nicht glücklich sind die Starnberger Wasserwachtler, die Videoüberwachung aus der Kasse zahlen zu müssen, die mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden gespeist wird. „Das Geld, es geht für die Überwachungsanlage um 4250 Euro, würden wir lieber zu 100 Prozent in unseren Wach- und Rettungsdienst stecken“, erklärt der Ortsgruppen-Vorsitzende. Finanzielle Unterstützung würden die Wasserwachtler nicht abschlagen. Sie sind darum schon dankbar, dass die Fach-Firma Kittel aus Starnberg die Software-Programmierung kostenlos übernommen hat.

Wer den Ehrenamtlichen helfen möchte, deren Wachstation in Kempfenhausen vor Übergriffen sicherer zu machen, zahlt einen beliebigen Zuschuss auf das Wasserwacht-Konto bei der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg: IBAN DE87 7025 0150 0430 0331 42, Stichwort: Ortsgruppe Starnberg Video.

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