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Feierten den Führungswechsel: Landrat Karl Roth, Manuela Hollweg, Elisabeth Hirschnagl-Pöllmann, Karin Huber-Weinberger,und Regierungspräsidentin Maria Els (v.l.). 

Die Eine geht, zwei Neue kommen

Wechsel an der Spitze des Staatlichen Schulamtes Starnberg

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Nach fast 50 Jahren im Dienste bayerischer Schulen verabschiedet sich  Elisabeth Hirschnagl-Pöllmann in den Ruhestand. Bei einer Feierstunde im Landratsamt wurden zugleich ihre Nachfolgerinnen vorgestellt.

Landkreis – „Schule ist mehr“, sangen gleich zur Begrüßung die Schüler der beiden Flex-Klassen der Grundschule Krailling. Zusammen mit Schülern der Grundschule am Pilsensee in Seefeld und der Paul-Hey-Mittelschule Gauting gestalteten sie die bisherige Feierstunde für Schulamtsdirektorin Elisabeth Hirschnagl-Pöllmann. Sie verabschiedet sich in den Ruhestand. Landrat Karl Roth griff den Liedtext auf. Er erinnerte daran, was sie im Landkreis zusammen alles gestemmt haben: von der Beschulung von Flüchtlingskindern über Inklusion bis zum Erhalt des Gütesiegels Bildungsregion in Bayern. Auch das Winterchaos im Januar habe man gemeinsam gemeistert: „Da haben wir die Schule mal zusperren dürfen“, so Roth. Zumindest für zwei Tage.

Doch vor allem als Karl Roth persönlich, nicht nur in seiner Funktion als Landrat, werde er Hirschnagl-Pöllmann vermissen. Beim Starnberger Landkreislauf sei sie immer „das zuverlässigste Mitglied seiner Laufgruppe ,Landrat, Bürgermeister & Friends‘ gewesen“, sagte Roth scherzhaft mit Blick auf die zahlreich erschienenen Landkreisbürgermeister.

„Das hat man einfach drin.“

Besonders hervor hob Roth Hirschnagl-Pöllmanns Fähigkeiten im Umgang mit Menschen. Dass sie einen Landrat genauso begrüße wie eine Putzfrau oder den Hausmeister, das sei nicht lernbar, „das hat man einfach drin“. Regierungspräsidentin Maria Els lobte Hirschnagl-Pöllmanns pädagogische Fähigkeiten. Für sie sei Schule nie nur eine Arbeitsstätte, sondern auch Lebensraum gewesen. Als Lehrerin habe sie im Umgang mit den Schülern immer das optimale Verhältnis zwischen liebevoller Zuwendung und selbstständigkeitsfördernder Distanz gewahrt. Els sprach Hirschnagl-Pöllmann in ihrer Rede im Namen des Freistaates Bayern und des Bezirks Oberbayern ihren Dank aus. Sie solle sich ihr Lachen und ihre ansteckend gute Laune auch im Ruhestand bewahren.

Als die scheidende Schulamtsdirektorin selbst zu Wort kam, blickte sie auf fast ein halbes Jahrhundert (45 Jahre und ein paar Monate) im Dienste der Bayerischen Schulen zurück. Ihren damaligen Studienzweig – Lehramt an Volksschulen – gebe es heute gar nicht mehr. Ihren Beruf habe sie aus Berufung ergriffen und ihn bis zum letzten Arbeitstag mit Begeisterung ausgelebt. Im Schulamt „war es manchmal ein Balanceakt“, sowohl die Bedürfnisse des Einzelnen als auch die des sozialen Umfelds unter einen Hut zu bekommen.

Seit 2011 im Starnberger Schulamt

Hirschnagl-Pöllmann leitete das Staatliche Schulamt Starnberg seit 2011. Wie sie kommen ihre beiden Nachfolgerinnen aus der Praxis. Die neue Schulamtsdirektorin Karin Huber-Weinberger und Schulrätin Manuela Hollweg nutzten die Gelegenheit, um sich kurz persönlich vorzustellen. Huber-Weinberger wechselte bereits im Mai vergangenen Jahres vom Staatlichen Schulamt der Landeshauptstadt München nach Starnberg, wo sie seit zehn Jahren mit ihrem Mann lebt. Aus ihrer Münchner Zeit kennt sie auch ihre Kollegin Hollweg, die dort ebenfalls ein Jahr war und seit Anfang Februar in Starnberg Dienst tut. Die gelernte Grundschullehrerin war zuvor im Kultusministerium und leitete elfeinhalb Jahre lang eine Münchner Grundschule.

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