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So war es im vorigen Jahr: Die „allererste Bürgermeisterin Eva John“ (Annette Sepperl) und „Landrat Karl Roth“ (Andreas Schubert, r.) gestehen sich ihre Hassliebe – stimmkräftig unterstützt von den „Harmonists 2017“ (im Bild Stephan Weinl).

Kabarett

Kasbrettl macht ein Jahr Pause

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Das Kasbrettl, das Kabarett der Kolpingsfamilie Starnberg, macht heuer Pause. Grund ist ein massiver Personalengpass, der aber bis nächstes Jahr behoben sein soll.

Starnberg – „Wieder dahoam ... in unserm Cabaret.“ Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass das Kasbrettl nach dem Zwangsumzug in die Schlossberghalle wegen des fehlenden Brandschutzes wieder das katholische Pfarrzentrum an der Mühlbergstraße bespielen durfte – und in zehn Aufführungen von knapp 2000 Zuschauern bejubelt wurde. Und jetzt? Ist erst mal ein Jahr Pause, wie Spielleiter Thomas Beigel dem Starnberger Merkur bestätigt.

Ausgerechnet im 30. Jahr nach seiner Gründung wird es heuer also kein Kasbrettl geben. Und das liegt weniger an den Themen, die Starnberg auch in den vergangenen zwölf Jahren zuhauf geliefert hat. Grund ist das Personal: Mit Stephan Weinl, Jochen Friedrich, Bernhard Gawinski und ihm selbst seien am Ende nur noch vier Protagonisten für Texte und Arrangements übrig geblieben, sagt Beigel. Zu wenig für den eigenen Anspruch.

„Es waren meist sechs bis acht Aktive, die sich um alles gekümmert haben“, erklärt der 49-Jährige, der von Anfang an beim Kasbrettl dabei ist. Dazu kommen jedes Jahr ein rundes Dutzend weiterer Schauspieler und bis zu 40 Helfer, die hinter der Bühne, vor und hinter dem Tresen und an der Kasse dafür sorgen, dass alles so läuft, wie es laufen soll. Aber wie das so ist: Der eine sei erkrankt, der andere müsse sich um die Hochzeit seiner Tochter kümmern, „und am Ende sind uns noch zwei weggebrochen, die alles arrangiert haben“, zählt Beigel auf. Folge: „Wir hätten kein Programm abliefern können, wie wir uns das selbst vorstellen. Dann lassen wir es lieber ausfallen und konsolidieren uns.“

Das bedeutet für Beigel und den Rest der aktiven Truppe, die seit Jahrzehnten das Rückgrat des Kasbrettls bilden: „Wir wollen ein paar neue Leute einbinden.“ Denn die Rechnung ist relativ einfach: je mehr Menschen, umso mehr Ideen, umso mehr Stücke und am Ende umso mehr Unterhaltung und umso mehr Spaß beim Publikum.

Aus durchschnittlich zehn einzelnen kleinen Theaterstücken besteht eine Kasbrettl-Produktion, alle selbst geschrieben und selbst arrangiert. Das sind, ohne Pause, jeweils rund 100 Minuten. Bis Ende Januar eines jeden Jahres müsse dieses Programm stehen, erklärt Beigel. Bis Ende März werde geprobt, Premiere ist jeweils zwei Wochenenden vor Christ Himmelfahrt.

Zwei Stücke für heuer seien sogar schon fertig gewesen, sagt Beigel – „aber die passen nächstes Jahr noch genauso“. Und dass es ein nächstes Jahr für das Kasbrettl gibt, das steht für den Spielleiter außer Frage. „Ich bin mir sicher, dass wir wieder zurückkommen – mit frischem Wind.“

Die Pause heuer sei übrigens erst die dritte in der 30-jährigen Geschichte des Kasbrettls, sagt Beigel. „In den 1990er-Jahren ist uns einmal nichts eingefallen“, gibt er zu. Und 2004 habe es kein Kasbrettl gegeben, nachdem das Ensemble im Jahr zuvor gemeinsam mit der Heimatbühne im Rahmen des Kulturjahres auf der Bühne gestanden habe – der Aufwand sei schlicht zu groß gewesen. Beigel selbst hat noch ein weiteres Mal pausiert: „Eine Babypause“, sagt er und freut sich schon jetzt aufs Kasbrettl 2019. „Ich habe nach wie vor große Lust aufs Theaterspielen und brenne darauf, das Kasbrettl wieder auf die Bühne zu bringen.“ Und das natürlich „wieder dahoam ... in unserm Cabaret“.

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