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Ein Raser war bei Rot über die Kreuzung Richtung Weilheim gerast, ein Mädchen konnte sich gerade noch auf den Gehweg zurückretten.

Mehr Verkehrssicherheit

Weniger Tempo an Söckinger Kreuzung?

Die Stadtverwaltung sieht dringenden Handlungsbedarf: Nachdem an der Söckinger Kreuzung fast ein Kind zu Tode gekommen wäre, möchte sie nun Tempo 30 nahe der Schule. Doch damit stößt sie an ihre Grenzen.

Starnberg– Die Söckinger Kreuzung soll nach Willen von Bürgermeisterin Eva John sicherer werden. Anlass für einen Vorstoß bei Landrat Karl Roth und dem Landratsamt ist ein Vorfall mit Rasern vor zehn Tagen, als ein Mädchen an der Kreuzung von Weilheimer, Haupt-, Söckinger und Bahnhofstraße beinahe überfahren worden wäre. Eltern hatten sich deswegen ans Rathaus gewandt.

Es bestehe aus Sicht der Stadt dringender Handlungsbedarf, die Straßen rund um die Schlossbergschule sicherer zu machen, schrieb Eva John an den Landrat nach einem Ortstermin mit Eltern. Weil es sich um eine Bundesstraße handelt, ist das Landratsamt für die Verkehrsregelung zuständig. John plädiert für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf einem Stück der Haupt- und Weilheimer Straße im Kreuzungsbereich (je rund 300 Meter in beide Richtungen), auf einem rund 300 Meter langen Stück der Söckinger Straße und auf der Dinardstraße. Die Stadt regt an, diese Geschwindigkeitsbegrenzungen auf die Schulzeit (werktags Montag bis Freitag 7 bis 18 Uhr) zu begrenzen, wie es an anderen Schulen auch ist. Zudem regt Eva John eine Verlängerung der Grünphasen für Fußgänger an der Ampel an und eine Verlängerung der so genannten Räumphase, also jener Zeit zwischen Rot für Fußgänger und Grün für Autofahrer. Außerdem schlägt die Stadt vor, an der Weilheimer Straße zwischen Lindenweg und Kreuzung einen Radschutzstreifen an der Gehwegseite (Osten) anzulegen, um so mehr Abstand zwischen Schulkindern auf dem Gehweg und Pkw und Lkw auf der Straße zu schaffen. Es seien, erklärte John, erste Vorschläge, die man einmal besprechen sollte. Ein Ortstermin sei dafür das Beste.

Ortstermin mit Staatlichem Bauamt und Polizei

An dem werden auch andere Behörden wie Staatliches Bauamt Weilheim oder Polizei teilnehmen. Der Verkehrssachbearbeiter der Starnberger Polizei, Oliver Jauch, will sich insbesondere die Ampelphasen noch genauer ansehen. Je nach dem, wie die Phasen sind, könnte dort durchaus eine Gefahr lauern. Die Geschwindigkeitsbegrenzung sieht er kritisch, weil die rechtliche erlaubte Möglichkeit für Tempo 30 an Schulen nur für Bereiche direkt vor der Schule gelte, nicht für Straßen in der Umgebung. Mit den im Raum stehenden Maßnahmen würde man einen Vorfall wie jenen mit den niederländischen Rasern nicht verhindern können. Dabei war ein Fahrer bei Rot über die Kreuzung Richtung Weilheim gerast, ein Mädchen konnte gerade noch auf den Gehweg zurück und wäre beinahe erfasst worden. Oliver Jauch hält angesichts der Unfallzahlen – ein Schulwegunfall in acht Jahren, ein Unfall mit Fußgänger-Beteiligung in den vergangenen Jahren – die Kreuzung für sicher. Mehr Sicherheit könnte fast nur eine Unterführung bieten.

Der Landrat hat das Schreiben an seine Fachleute weitergereicht. Man werde es prüfen und sich dann mit der Stadt in Verbindung setzen, erklärte ein Sprecher.

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