Durchbruch im Tarifkonflikt: Deutsche Bahn und EVG erzielen Einigung

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So viele Menschen für ein weiß-blaues Band: Auf Einladung von Uwe Fritsch, dem Leiter des Staatlichen Bauamts (M.), gaben unter anderem Bürgermeisterin Eva John, Landrat Karl Roth, Altbürgermeister Ferdinand Pfaffinger, Altlandrat Heinrich Frey, Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig, Bundestagabgeordneter Michael Kießling sowie Vertreter des Bauamts und der Baufirmen die neue Staatsstraße frei. Foto: Andrea jaks ch

Westumfahrung

36 Jahre nach den ersten Überlegungen am Ziel

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Die neue Staatsstraße 2069 im Westen Starnbergs soll Pendlern täglich bis zu zehn Minuten Ersparnis bringen. Zur offiziellen Verkehrsfreigabe durch das Staatliche Bauamt kamen am Montagmittag rund 200 Bürger. Landrat Karl Roth bezeichnete die Straße als „Meilenstein“ der Verkehrsentlastung.

Starnberg – Das weiß-blaue Band war erst ein paar Minuten durchschnitten, der Leberkäse bei der offiziellen Feier noch nicht aufgegessen, da fuhren schon die ersten Autos über die neue Starnberger Westumfahrung. Seit Montag rollt der Verkehr auf der neuen Staatsstraße 2069, die 5,9 Kilometer lang in Nord-Süd-Richtung westlich an Starnberg vorbeiführt. Es war nach dem Bürgerfest der Stadt am Samstag der zweite – und der offizielle – Einweihungstermin für die Straße, die vom Waldkreisel bis zur Verbindungsstraße Söcking-Perchting verläuft, von wo aus Anschluss an die B 2 beim Maxhofkreisel besteht.

„Damit schließt sich eine überaus lästige Lücke im regionalen Straßennetz“, sagte Uwe Fritsch, der Leiter des Staatlichen Bauamts Weilheim, vor rund 200 Gästen. Darunter waren auch Bürgermeisterin Eva John, ihr Amtsvorgänger Ferdinand Pfaffinger, Bergs Rathauschef Rupert Monn und der stellvertretende Pöckinger Bürgermeister Albert Luppart.

Nutznießer 36 Jahre nach den ersten Überlegungen seien die Anwohner von Hadorf, Perchting, Söcking, Aschering und Maising – und die Autofahrer. „Durch das Straßenstück sparen Autofahrer auf dem Weg beispielsweise von Tutzing zur A 96 bei Gilching rund fünf Minuten Fahrzeit“, rechnete Fritsch vor. Das seien bei einem Pendler zehn Minuten am Tag, eine knappe Stunde in der Woche, 40 Stunden im Arbeitsjahr.

Auch die Hanfelder Straße in Starnberg werde durch die Westumfahrung „eine nennenswerte Entlastung“ erfahren, ist sich Fritsch sicher – „wenngleich die volle Wirksamkeit dort erst mit der Fertigstellung des Tunnels Starnberg gegeben sein wird.“ 8300 Fahrzeuge täglich sagen Prognosen für die Umfahrung voraus – mehr als doppelt so viele wie die durchschnittliche Verkehrsbelastung einer bayerischen Staatsstraße, die bei 3800 Fahrzeugen am Tag liege.

Landrat Karl Roth hob die Bedeutung der Straße für den ganzen Landkreis und auch für den angrenzenden Kreis Weilheim-Schongau hervor. „Heute ist ein Tag, auf den wir alle sehr lange gewartet haben“, sagte er. Die Straße sei „ein Meilenstein“ der Verkehrsentlastung – und sie sei eine große Chance für Starnberg. Inwieweit sich aber bereits dadurch eine Entlastung der Starnberger Innenstadt einstellt, bleibe abzuwarten. „Das wird die Zukunft zeigen“, sagte Roth und verwies ebenfalls darauf, dass eine spürbare Entlastung erst im Zusammenspiel von Westumfahrung und B 2-Tunnel erreicht werden könne.

Ein Thema waren auch die gekappten Wegeverbindungen für Radfahrer und Reiter durch den Ausbau bei Mamhofen – auch wenn weder Vertreter des ADFC noch Pferdeliebhaber gestern im Gegensatz zum Samstag protestierten. Auch Eva John hatte dies am Samstag scharf kritisiert. „Es ist seit Jahren fester Bestandteil der bayerischen Verkehrspolitik, durch den Bau von straßenbegleitenden Radwegen eine gute und gesunde Alternative zum Kraftfahrzeug anzubieten“, sagte Amtsleiter Fritsch. Leider scheitere diese Zielsetzung aber oft am Grunderwerb. „Faktisch sind wir in den allermeisten Fällen auf die Bereitschaft der Eigentümer angewiesen, Flächen freiwillig zur Verfügung zu stellen“, sagte Fritsch.

So sei es auch in Mamhofen gewesen. Trotz „intensiver Grunderwerbsverhandlungen“ sei es nicht gelungen, die für einen straßenbegleitenden Geh- und Radweg und eine Radwegeunterführung im Bereich des Gutes erforderlichen Flächen zu erwerben. Nun komme es darauf an, die alternative Wegeführung für Radler herzustellen.

Wie berichtet, will das Bauamt durch den Ausbau vorhandener Wege und einen kurzen Neubau vom Waldkreisel bis zum Abzweig nach Unterbrunn eine neue Verbindung für Radfahrer herstellen. „Wir sind hier zusammen mit Stadt und Landkreis Starnberg auf einem guten Weg“, sagte Fritsch. Der Wille und auch die finanziellen Mittel seien vorhanden.

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