Freigabe, die Zweite: Die Stadt begeht jedes fertige Teilstück der Westumfahrung mit einem Vor-Ort-Termin, wie am Freitag am Kreisel mit Bürgermeisterin Eva John (M.), Christian Probst (2.v.l.) und Vertretern der Firmen. „Es ist eben ein extrem wichtiges Projekt für die Stadt“, sagt Stadtbaumeister Stephan Weinl (l.). Stefan Schuhbauer-von Jena

Westumfahrung Starnberg

Ein erstes Stück ist frei - Sperrung ab Dienstag

Ein Teil der Westumfahrung ist seit Freitag in Betrieb: der Anschluss der Straße vom Maxhof an den Kreisel bei Söcking. Die gesamte Umfahrung soll im November freigegeben werden. Für die Sperrung bei Mamhofen ab Dienstag gibt es neue Hinweise für Radfahrer.

Söcking/Hadorf– Rund 300 Meter der Starnberger Westumfahrung sind seit Freitagvormittag befahrbar: das Stück zwischen der Staatsstraße vom Maxhof und dem Kreisel bei Söcking. Bürgermeisterin Eva John als Vertreterin der Bauherrin, der Stadt, dankte und lobte Staatliches Bauamt und Firmen für deren Arbeit: „Eine absolut problemlose Baustelle.“ Die gesamte Umfahrung soll im November für den Verkehr frei sein.

„Es läuft wie am Schnürchen“, sagte Christian Probst, Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Weilheim, über die Arbeiten. Das sei auch Verdienst der Baufirma Strommer. Bauleiter Oliver Schneider zufolge sind entlang der Trasse bereits 80 Prozent der Erdarbeiten erledigt. Es gehe immerhin um rund 300 000 Kubikmeter – genug, um ein Fußballfeld fast 30 Meter hoch aufzuschütten. „Wir sind komplett im Zeitplan“, sagt er. Im September werde mit der Asphaltierung der Strecke begonnen.

Der Ast Richtung B 2 musste auch fertig werden, da ab Montag die Strecke Hadorf-Mamhofen-Waldkreuzung voll gesperrt wird  – am Kreisle wird deswegen mit mehr Verkehr gerechnet. Dort wird die heutige Kreis- als Staatsstraße teilweise komplett neu gebaut. Die Umleitungsstrecken werden stark belastet sein, sagte John, aber „da müssen wir gemeinschaftlich durch“. Mehr Verkehr bedeutet auch mehr Gefahr, wenn zu schnell gefahren wird – John kündigte verstärkte Kontrollen auf den Ausweichstrecken an.

Ab Dienstag Vollsperrung zwischen Hadorf und der Waldkreuzung

Die Vollsperrung bei Mamhofen stellt Radfahrer vor Probleme – bisher gab es nur Umleitungsempfehlungen für Autofahrer. In beiden Richtungen fließt der Verkehr über Bundes- und Staatsstraßen via Hanfeld, Starnberg und Perchting. „Der bei Mamhofen kreuzende Kreisradwanderweg von Hanfeld nach Unering kann weiterhin benutzt werden“, heißt es in einer Mitteilung der Behörde vom Freitag. Die Sperrung dauert voraussichtlich bis zum Ende der Gesamtmaßnahme Westumfahrung, sol bis in den November dieses Jahres hinein.

Es gibt noch andere Wege für Radfahrer, wie Probst erklärt. Das Bauamt sei mit der Gemeinde Gauting in Gesprächen, um einen öffentlichen Wald- und Feldweg von Oberbrunn Richtung Unering nördlich der Straße asphaltieren zu lassen. Der Weg ist schon heute nutzbar, wenn auch bei Rennradfahrern nicht unbedingt beliebt. Es gebe aber kein Recht auf einen asphaltieren Radweg, sagte Probst, wenngleich seine Behörde das versuche, wo immer es möglich sei. Die Gespräche dauern noch an; die endgültige Radwegführung steht also noch aus.

Der neue Kreisradwanderweg von Hausen über Hanfeld nach Hadorf sei eine Möglichkeit, da die nördlichste Brücke über die künftige Westumfahrung fertig ist. Sie wurde schon asphaltiert.

Die Westumfahrung schließt die Lücke zwischen der A 96 bei Gilching und der B 2 Richtung Weilheim. Wenn die Umgehung fertig ist, gibt es eine durchgehend sieben Meter breite Fahrbahn. Die Stadt erwartet sich von der neuen Straße, die insgesamt 15 Millionen Euro kostet, eine erhebliche Verkehrsentlastung. Sie finanziert den Bau vor und bekommt das meiste vom Freistaat zurück.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Auszeichnung für Gautinger Schüler
In Pöcking ist am Wochenende der Michael-Schmidpeter-Preis für die besten Schülerbeiträge zum Thema Homosexualität verliehen worden. Er erinnert an den tragischen Tod …
Auszeichnung für Gautinger Schüler
Eine Straße ohne Übergang
Die Gemeinde Gilching sorgt sich um die Sicherheit für Fußgänger an der Zufahrt für den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen.
Eine Straße ohne Übergang
Kühnert und Strasser zur Zukunft der Sozialdemokratie
Juso-Chef Kevin Kühnert und Autor Johano Strasser aus Berg sprechen in der Schlossberghalle über die Zukunft der Sozialdemokratie.
Kühnert und Strasser zur Zukunft der Sozialdemokratie
44-Jährige muss nach Fahrscheinkontrolle ins Gefängnis
Nach einer Schwarzfahrt mit der S-Bahn am Bahnhof Starnberg Nord musste eine 44-Jährige ins Gefängnis.
44-Jährige muss nach Fahrscheinkontrolle ins Gefängnis

Kommentare