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Ausrücken nach Holzkirchen: Feuerwehren aus dem Landkreis fuhren am Sonntagmorgen in den Landkreis Miesbach.

Wetter-Ticker für den Landkreis Starnberg

Schneefrei: Unterrichtsausfall auch am Montag

Der Schneefall geht weiter: Auch am Wochenende soll es im Landkreis schneien, wenn auch nicht so stark wie weiter südlich. Das Neuste zum Wetter in unserem Wochenend-Ticker.

17.50 Uhr: Die Feuerwehren kehren langsam zurück - am Montag jedoch wird wieder ein Kontingent aus dem Landkreis Starnberg in den Landkreis Miesbach ausrücken und dort helfen.

15.30 Uhr: Der AWISTA hat am Sonntag weitere Hinweise zur Abfallabfuhr in den nächsten Tagen gegeben. „Eingeschneite oder vom Räumdienst zugeschüttet Rest-, Bio- oder Papiersammelbehälter können durch die Müllwerker nur geleert werden, wenn sie auch freizugänglich sind! Den Müllwerkern ist es nicht zuzumuten, Behälter über Schneeräumschollen oder Schneewechten zu heben oder freizuschaufeln. So lange die Zufahrts- und Seitenstraßen schlecht oder nicht befahrbar sind, ist die tägliche Leerungsleistung zwischen 700 bis 900 Behälter nicht zu schaffen. Obwohl Fahrer und Lader tun was Sie können, ist nicht auszuschließen, dass die Leerungen zur Regeltour nicht vollständig erfolgen können“, heißt es in einer Mitteilung.

Im Übrigen weise der AWISTA darauf hin, dass die Leerungen nur durchgeführt werden könnten, wenn die Zufahrten in Neben- und Anliegerstraßen freigeräumt seien. Grundeigentümer, beauftragte Hausverwaltungen und Hausmeisterservices werden daher besonders daran erinnert, die Bereitstellungsflächen für die Sammelbehälter zugänglich zu halten.

14.20 Uhr: Die Feuerwehren aus dem Landkreis sind derzeit dabei, ein 5000 Quadratmeter großes Dach eines Supermarktes in Holzkirchen zu räumen - ein Knochenjob. Nach neusten Angaben sind 193 Aktive zum Helfen gefahren, kommen aber heute Abend zurück. 

12.08 Uhr: Anders der Landkreis Landsberg - die Lage habe sich soweit gebessert, dass der Unterricht wieder stattfinden könne, teilte das Landratsamt Landsberg soeben mit. 

12 Uhr: Der Landkreis Starnberg gibt auch am Montag allen Kindern schulfrei. Wie das Landratsamt soeben über die Warn-App NINA bekanntgab, könne wegen der Wettervorhersagen der sichere Schulweg nicht gewährleistet werden. Der Unterrichtsausfall betrifft alle Schulen; in den Schulen bestehe ein Betreuungsangebot. Der Landkreis Starnberg folgt damit dem Beispiel anderer Landkreise. Es ist dann der dritte schneefreie Tag in diesem Winter.

11.05 Uhr: Helfer des THW Starnberg sind seit Tagen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen im Einsatz. Am Samstag etwa halfen die Starnberger, das Dach eines Kindergartens ins Krün zu räumen.

Einsatz im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: THW-Mitglieder aus Starnberg räumen dort beispielsweise Kindergärten.

 

10.18 Uhr: Der Schnee war - indirekt - auch Ursache für einen Unfall mit einem Linienbus in Gauting. Der Bericht der Gautinger Polizei: „Am Samstagabend  gegen 20.00 Uh fuhr ein MVG-Linienbus durch den Bahnhofsparkplatz (Rafael-Katz-Straße) in Gauting. Mehrere Pkw parkten aufgrund der sich angesammelten Schneemengen soweit zur Durchfahrtsspur hin versetzt, dass der Linienbus an der Anhängerkupplung eines geparkten Pkws hängen blieb. Die Anhängerkupplung verkeilte sich zwischen einem Rad und dem Radkasten, so dass der Bus zunächst nicht weiterfahren konnte. Für weitere Linienbusse war dadurch die Durchfahrt für zirka eine Stunde nicht mehr möglich. Personenschaden entstand nicht. Die linke Bus-Seite wurde verkratzt, die Schadenshöhe dürfte zirka 5000 Euro betragen.“

10 Uhr: In Percha fällt der Sonntagsgottesdienst aus. Die Kirche  St. Christophorus wurde vom Pfarrverband Aufkirchen wegen der Wetter- und Schneelage vorerst gesperrt. 

9.15 Uhr: 188 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Starnberg sind am Sonntagmorgen mit mehr als zwei Dutzend Fahrzeugen zum Katastrophenschutzeinsatz in den Landkreis Miesbach ausgerückt. Voraussichtlich werden die Helfer aus dem Landkreis - angefordert waren rund 120, doch Kreisbrandrat Peter Bauch hatte mehr als 200 Meldungen - in Holzkirchen eingesetzt. Sie kehren am Abend zurück, am Montag soll eine weitere Gruppe nach Miesbach abrücken. 

Sonntag, 7.15 Uhr: Derzeit taut es leicht im Landkreis, bis zum Vormittag gilt noch eine Warnung vor leichtem Schneefall. Sturmtief Florenz lässt aber den Landkreis nicht ungeschoren: Seit wenigen Minuten gilt eine Warnung vor Sturmböen bis Windstärke 9. Die sind bis Montag gegen 3 Uhr möglich.

20.20 Uhr: Inzwischen sind Details der Starnberger Hilfe für den Landkreis Miesbach bekannt. Rund 100 Feuerwehrleute rücken am Sonntagmorgen nach Holzkirchen ab. Material wird bereits verladen - etwa Spezialfahrzeuge zum Schneeräumen.

19.20 Uhr: Feuerwehrleute aus dem Landkreis Starnberg bereiten sich seit Samstagnachmittag auf einen Katastrophenschutzeinsatz im Landkreis Miesbach vor. Dort wurde schon vor Tagen Katastrophenalarm ausgelöst. Ein Kontingent wird derzeit zusammengestellt und soll am Sonntag abrücken. Wie der Kreisfeuerwehrverband  bekanntgab, besteht die Einheit aus verschiedenen Fahrzeugen und Mannschaften aus den Feuerwehren und soll die Feuerwehren vor Ort beim Schnee schaufeln unterstützen. Auch Feuerwehrleute aus Gauting sind dabei, weswegen deren Christbaumsammelaktion etwas länger dauert als geplant. 

11.20 Uhr: Der DWD hat seine Wetterwarnung ausgedehnt: Zwischen Samstagabend, 19 Uhr, und Sonntag, 2 Uhr, sind Sturmböen bis Windstärke 9 im Landkreis Starnberg möglich. Das erhöht auch die Gefahr von Schneeverwehungen und Schneebruch, wenn Bäume voller Schnee schon angeknackst sind. Der Wetterdienst Meteomedia (unwetterzentrale.de) geht weiter: Er hat Vorwarnungen für Starkschneefall in Lagen über 700 Meter herausgegeben für die Zeit von Sonntagabend (22 Uhr) bis Montagabend - es könnten 15 bis 30 Zentimeter sein. Auch Meteomedia rechnet ab Sonntagmittag mit Sturmböen bis 90 km/h (Windstärke 10). Die 700-Meter-Grenze ist durchaus wichtig: Aufkirchen beispielsweise liegt auf 675 Meter, Obertraubing auf rund 700 und Erling auf fast 700. 

10.20 Uhr: Schneemengen wie derzeit sind selten, aber sie kommen vor. 2006 gab es zuletzt so viel Schnee, auch damals fiel der Unterricht im Landkreis Starnberg aus - allerdings nur einen Tag, weil keine Busse fuhren. In Pöcking wurden damals 80 Zentimeter Schnee gemessen, Hallen wurden vorsorglich gesperrt.Was hinter dem Schneefall derzeit steckt, erklärt ein Wissenschaftler hier

9.40 Uhr: In anderen Gebieten ist die Lage weitaus dramatischer als im Fünfseenland. Das Starnberger THW hilft mit - Einsatzkräfte sind in Garmisch-Partenkirchen tätig. Der Ortsverband meldete am Freitagabend: „Auch der Ortsverband Starnberg ist bei den winterlichen Verhältnissen im Einsatz und unterstützt aktuell in Garmisch-Partenkirchen beim Dächer freiräumen.“

Samstag, 9 Uhr: Nach den Schneefällen am Freitag und in der Nacht auf Samstag soll sich das Wetter nun etwas beruhigen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit bis zu fünf Zentimeter bei Windböen bis Stärke 7 - unangenehmes Wetter also. Der Landkreis Starnberg liegt jedoch außerhalb der Gebiete, in denen das nächste Unwetter ansteht: Für die Landkreise weiter südlich - dazu gehören schon der südliche Teil der Nachbarkreise Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen - gilt eine Unwetterwarnung vor weiteren 50 bis 80 Zentimetern Neuschnee bis Dienstag. In den Alpengebieten über 1000 Meter ist es noch mehr - für diese Gebiete gilt die höchste Unwetterwarnstufe. Zum Problem im Landkreis könnten die für Sonntag angekündigten, teils ergiebigen Niederschläge werden, die wohl als Regen fallen. Sie werden den Schnee schwer machen - und damit steigt die Gefahr von Schneebruch, die Last auf Dächern nimmt zu. 

Video: Lawine trifft Hotel in Balderschwang - Wetterlage dramatisch

Lesen Sie auch: Räumfahrzeug stürzte in Isar: Tiefe Trauer um Schneepflugfahrer Hans K. (48)

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