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Wie holt man die Menschen zurück in den Gottesdienst? „Große Stoffsammlung“ für Starnberger Kirchen-Zukunft

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Von: Tobias Gmach

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Hatten viel zu diskutieren: die Starnberger Kirchenvertreter um (v.l.) Andreas Schubert, die Pfarrer Dr. Tamas Czopf und Dr. Andreas Jall, den Pastoralratsvorsitzenden Norbert Kraxenberger und Gertraud Küchler.
Hatten viel zu diskutieren: die Starnberger Kirchenvertreter um (v.l.) Andreas Schubert, die Pfarrer Dr. Tamas Czopf und Dr. Andreas Jall, den Pastoralratsvorsitzenden Norbert Kraxenberger und Gertraud Küchler. © Andrea Jaksch

Wie gewinnen wir wieder mehr Menschen für den Kirchenbesuch? Wie erreichen wir sie außerhalb? Diese Fragen stellten sich die Pfarrgemeinderäte aus den Pfarreien Starnberg, Söcking und Perchting-Hadorf in ihrer gemeinsamen Sitzung am Samstag. Dabei herausgekommen ist „eine große Stoffsammlung“, sagt Norbert Kraxenberger, Vorsitzender des Pastoralrates der Pfarreiengemeinschaft Starnberg und des Söckinger Pfarrgemeinderats.

Starnberg - Auf Konkretes wollte er auf Nachfrage des Starnberger Merkur aber noch nicht eingehen. Denn der Pastoralrat will die Ideen in seiner Sitzung am Dienstag, 26. Oktober, erst auf ihre Umsetzbarkeit abklopfen.

Auch in Starnberg sind sich die Gläubigen einig: Die Probleme der katholischen Kirche sind in der Corona-Pandemie besonders deutlich sichtbar geworden. Viereinhalb stunden saßen die Pfarrgemeinderäte zusammen, teilten sich im Pfarrzentrum in Gruppen auf, wie Kraxenberger berichtet. Man habe zum Beispiel überlegt, wie man Gottesdienste attraktiver gestalten kann und „wie wir auf Weihnachten zugehen“. Die Zahl der Kirchenbesucher schwinde, „aber das hat nicht nur mit der Pandemie zu tun“, so Kraxenberger. Immerhin seien aus der Corona-Not heraus kleine Gemeinschaften innerhalb der Pfarreien entstanden. Der Pastoralratsvorsitzende nennt etwa Nachbarschaftshilfe beim Einkaufen.

Themen wie der Zölibat, das Priesteramt für Frauen oder die Segnung Homosexueller seien bei der Sitzung nicht groß diskutiert worden. „Diese Debatten brauchen wir auch“, sagt Kraxenberger. Allerdings müsse man sich vornehmlich der lokalen Besonderheiten annehmen.

In der Corona-Hochphase bewiesen die Pfarreien Einfallsreichtum, etwa mit live übertragenen Gottesdiensten oder anderen neuen Formaten, die den Abstandsregeln gerecht werden. Laut dem Pastoralratschef sind sich die Verantwortlichen allerdings einig, dass digitale Angebote nur eine Ergänzung sind. Die größte Herausforderung sei die Frage, wie man den Glauben wieder mehr in der Gesellschaft verankern kann. Kraxenberger: „Wenn der fehlt, können die Messen noch so attraktiv sein.“ gma

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