+
Vorreiter im Starnberger Centrum: Inhaberin Zsuzsanna Tokmakidis, Geschäftspartner Freddy Miethig, Ausstellerin Petra Welker, Dr. Robert Aldini und Mitinhaberin Lizhi Zhou (v.l.). 

Innenstadtentwicklung

Wieder Leben in den Ladenpassagen des Centrums

In die Ladenpassagen des Centrums zieht wieder Leben ein: Mit „JetSet Hair & Beauty“ hat das erste neue Geschäft eröffnet, seit die Passagen verkauft wurden.

Starnberg – Zehn Jahre lang war es ruhig in der Starnberger Einkaufspassage Centrum. Seit Mittwochabend ist das anders: Friseurmeisterin Zsuzsanna Tokmakidis feierte am Mittwoch die Eröffnung ihres Friseursalons „JetSet Hair & Beauty“.

Tokmakidis und ihre Geschäftspartnerin Lizhi Zhou sind damit die ersten Unternehmerinnen, die im Centrum Räume gemietet haben, nachdem der frühere Eigentümer Alte Post Flensburg die Ladenpassagen an eine chinesische Investorin verkauft hat. „Wir sind der Herzschlag des Gebäudes und geben jetzt den Impuls“, sagt Tokmakidis. Alleine bleiben sollen die beiden Frauen in der Glaspassage nicht lange. „Es werden voraussichtlich noch viele andere Geschäfte ins Centrum einziehen, unter anderem ein Fitnessstudio, eine Galerie und eine Radiologie“, sagt Tokmakidis. Immobilienmaklerin Claudia Bader: „Wir sind auch mit einem Restaurant und einer Versicherung im Gespräch.“ Die Verträge seien aber noch nicht unter Dach und Fach.

Bader: Chinesische Verhandlungsmentalität ist anders

Während der Betrieb im Friseursalon ab sofort läuft, sind in den anderen Räumen der Passage noch viele Arbeiten zu erledigen. „Es muss einiges repariert und modernisiert werden“, erklärt Bader. Sie hat den Verkauf der Passage geregelt und ist nun für die Vermarktung zuständig. „Wir blicken bereits auf eine lange Zusammenarbeit mit der Investorin zurück. Auch wenn die chinesische Verhandlungsmentalität anders ist, gibt es keine Schwierigkeiten“, sagt Bader. Es sieht also ganz danach aus, dass bald wieder Leben ins Starnberger Centrum kommt. Unabhängig von den Ladenpassagen gab es bisher im Centrum andere Nutzer, den Friseursalon Hagenbucher sowie die Kieferorthopädie Grättinger. 

Noch bevor nun aber die beiden Betreiberinnen von „JetSet Hair & Beauty“ weitere Nachbarn bekommen, wollen sie selbst zwei weitere Mitarbeiter in ihren Salon holen. Derzeit sind sie auf der Suche nach tatkräftiger Unterstützung. „Wir haben schon Leute in Aussicht“, erzählt Tokmakidis. Zunächst geht es aber erst einmal zu zweit los. Die Friseurmeisterin ist für Haarschnitte, Waschen, Föhnen, Haarverlängerungen und Haarverdichtungen zuständig. Ihre Kollegin Zhou übernimmt den kompletten Kosmetikbereich. Die Münchnerin ist ausgebildete Wimpernstylistin und bietet Wimpernverlängerungen und Permanent-Make-up an.

Wer zieht ein? „Eine Friseurin mit Herzblut“

Unterstützung bekommt das Duo von Dr. Robert Aldini. Der Neurochirurg besitzt eine Praxis in Fürstenfeldbruck. Jeden zweiten Samstag wird er zukünftig im Centrum im Einsatz sein, um Kundinnen mit Botox und Hyaluron zu behandeln. So entstehe ein Salon rund um die Frau, erklärt Tokmakidis. „Die Zielgruppe sind zwar vor allem Frauen, aber natürlich sind auch Männer willkommen“, betont Tokmakidis.

Egal ob Mann oder Frau, am wichtigsten sei es der Friseurmeisterin, dass ihre Kunden sich wohlfühlen. „Dann habe ich das Gefühl, dass ich alles richtig gemacht habe“, sagt sie. „Sie hat ein offenes Ohr für Wünsche und Fragen und versucht, individuell etwas aus jedem Typ herauszuholen. Sie ist eine Friseurin mit Herzblut“, bestätigt Silke Mahrholz, die bereits seit zehn Jahren in Tokmakidis’ ehemaligem Salon „Haarstudio-No5“ in Fürstenfeldbruck Kundin war und ihr auch in Starnberg treu bleibt.

Die Kundinnen erwartet neben Schönheits- und Haarpflege auch eine kleine Kunstausstellung. Plastiken des Bildhauers Hans Kastler werden in Zusammenarbeit mit Petra Welker, der Tochter des Künstlers, präsentiert. So befinden sich neben Spiegeln, Waschbecken und Friseurstühlen nun verschiedene kleine Skulpturen, unter anderem zwei Gorillas, eine Blüte und ein Mobile.

Von Alicia Schmidbauer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Drei Fehlalarme - beim vierten wird‘s ernster
Viel Arbeit für die Feuerwehren: Am Montagabend und Dienstag gab es im Stadtgebiet drei Fehlalarm - beim vierten Mal nicht. 
Drei Fehlalarme - beim vierten wird‘s ernster
Kinderspielplatz gesperrt
Der Riederauer Kinderspielplatz ist schon wieder in den Schlagzeilen. Vor zehn Monaten wurden auf dem Grundstück an der Ringstraße Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg …
Kinderspielplatz gesperrt
Überraschungen aus der lokalen Wirtschaft
Alle vier Jahre wieder: Bei der Aktion „Berger Betriebe laden ein“ offenbaren sich jedes Mal Perlen des Wirtschaftslebens, Betriebe, die vorher nicht im Fokus der …
Überraschungen aus der lokalen Wirtschaft
Dreifachhalle geht in Planung
Die Planungen der Dreifachturnhalle für die Herrschinger Realschule nehmen Fahrt auf. 
Dreifachhalle geht in Planung

Kommentare