Flugzeug mit mehr als 50 Passagieren im Iran abgestürzt

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Nicht überall lief es auf den Straßen so glatt wie hier auf der Eichenallee bei Seefeld.

Wintereinbruch im Fünfseenland

Sommerpneus im Schneegestöber

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Starnberg - Laut Kalender ist Winter. Dennoch waren in der Nacht zu Dienstag und am gestrigen Morgen zahlreiche Verkehrsteilnehmer von den winterlichen Straßenverhältnissen überrascht. 

Teils dichter Schneefall und winterliche Straßenverhältnisse haben den Berufsverkehr am Dienstagvormittag teils massiv behindert. Nicht wenige Pendler kamen zu spät zum Arbeitsplatz, weil sie bis zu 90 Minuten länger unterwegs waren als normal, meldeten die Verkehrsnachrichten im Rundfunk. Einige Fahrzeuglenker haben aber selbst zu der Misere beigetragen – weil sie noch und schon wieder mit Sommerreifen unterwegs waren. 

So wie der Lenker eines Sattelzuges aus der Türkei. Der blieb gegen 10 Uhr auf der Bundesstraße 2 bei Obertraubing liegen, weil er ohne Winterausrüstung unterwegs war. Der 48-jährige Fahrer kam mit dem beladenen 40-Tonner an einer Steigung zwischen Obertraubing und der Abzweigung nach Monatshausen auf schneebedeckter Fahrbahn nicht mehr weiter. Er versuchte nochmal anzufahren, rutschte mit dem Sattelschlepper aber in den Straßengraben. Der Lkw musste mit einem Kran geborgen werden. Wegen fehlender Winterausrüstung, was als Ordnungswidrigkeit geahndet wird, behielt die Polizei eine Sicherheitsleistung ein. 

Auf Sommerpneus rollte auch ein 42-jähriger Starnberger mit seinem Pkw am Montagabend von Weilheim nach Hause. Er verlor bei Monatshausen bei Schneetreiben und glatter Fahrbahn die Kontrolle über den Wagen und kam nach links von der Fahrbahn ab. Der Pkw wurde erheblich beschädigt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 7500 Euro. Der Fahrer blieb unverletzt. 

Zwei Leichtverletzte forderte dagegen am frühen Dienstagmorgen ein Unfall bei Obertraubing. Ein 26-jährigerer Münchner war zu schnell unterwegs. Auf einem Gefällstück geriet sein Wagen auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern, drehte sich um 180 Grad und prallte auf der Gegenfahrbahn mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen. Dessen Fahrer, ein 58-jähriger Weilheimer, kam mit leichten Verletzungen ins Weilheimer Krankenhaus. Ein 37-jähriger Beifahrer im Fahrzeug des Müncheners erlitt ebenfalls leichte Blessuren und wurde ins Tutzinger Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden beträgt mindestens 10 000 Euro.  Der Berufsverkehr war zwei Stunden lang beeinträchtigt.

Es ereigneten sich noch weitere witterungsbedingte Unfälle im Bereich der Polizeiinspektion Starnberg. Dabei blieb es zum Glück bei Sachschäden. So wie im Fall eines 54-jährigen Weilheimers, der am Montagabend zwischen Mamhofen und Hadorf auf der schnee- und eisglatten Fahrbahn mit seinem Pkw schleuderte. Das Fahrzeug kippte in den Graben und blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer konnte sich unverletzt aus dem Wagen befreien. Sachschaden: 5000 Euro. 8000 Euro beträgt der Schaden am Pkw einer 35-jährigen Schongauerin. Sie war am Montagabend von Tutzing in Richtung Diemendorf unterwegs – wohl zu schnell. Denn im Auslauf einer Kurve rutschte der Wagen von der Fahrbahn in den Graben und krachte gegen die Böschung. Die gesamte Fahrzeugfront wurde eingedrückt. In den Dienstbereichen der anderen Polizeiinspektionen im Fünfseenland ging es offensichtlich etwas ruhiger zu. Die Gautinger Polizei meldete einen witterungsbedingten Unfall ohne Personenschaden. Auch die Germeringer Ordnungshüter hatten nur einen Schneeunfall protokolliert. Im Zuständigkeitsbereich der Polizei Dießen waren drei Fahrzeuge in den Straßengraben gerutscht, verletzt hat sich dabei niemand.

Umgestürzte Bäume haben am Dienstagvormittag den Bahnverkehr zwischen Tutzing und Seeshaupt und auf der weiteren Strecke nach Penzberg lahmgelegt. Es wurden Busse als Ersatz eingesetzt.

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