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„Wir haben uns gut gehalten“

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Der zehn Meter hohe Kletterturm in Starnberg wird von den Jugendlichen gut gepflegt. Dort erstellten sie neue Klettertouren.
Der zehn Meter hohe Kletterturm in Starnberg wird von den Jugendlichen gut gepflegt. Dort erstellten sie neue Klettertouren. Foto: DAV Starnberg © DAV Starnberg

Die Sektion Starnberg des Deutschen Alpenvereins hat einiges vor: Die Terrasse der Hörnlehütte soll erweitert, eine digitaler Wegeverwaltung eingeführt werden. Der Verein gewinnt zudem zehn neue Jugendleiter, die 72 Kinder beim Klettern und Bouldern betreuen.

Starnberg – Neue Transportwege, neue Terrasse, neues Dach und neue Aktivitäten für Jugendliche. Die aktuell rund 2500 Mitglieder zählende DAV-Sektion Starnberg hatte in seiner Mitgliederversammlung viel zu berichten und blickt hoffnungsvoll in die Zukunft. Die Seilbahn zur DAV-eigenen Hörnlehütte bei Bad Kohlgrub soll in den kommenden Jahren saniert werden. Ein genauer Zeitpunkt steht noch nicht fest, die Renovierung ist aktuell noch in Planung – und bedeutet, dass dann die Hütte nicht beliefert werden kann. Der DAV wünscht im Zuge dieser Sanierung spezielle Tragsysteme, die der Lebensmittelversorgung der Hörnlehütte dienen sollen. Denn auf den Zweiersitzen sei die Sicherheit beim Transport nicht gegeben. Aktuell werden Lieferungen über Forstwege mit dem Auto zur Hütte gefahren. Langfristig sei dies aber keine Lösung, deshalb werde gerade ein Projektplan erstellt, um Kosten und technische Voraussetzungen für extra Träger festzulegen. „Diese Maßnahme ist sehr dringend“, betont Joachim Deutschenbaur, Pressezuständiger des Vereins.

Vergangenes Jahr wurden die Sanitäranlagen der Hörnlehütte verbessert und, dank einer Förderung vom DAV, eine neue Küche eingebaut. Weil die Hütte gut besucht ist, soll nun auch die Terrasse erweitert werden. Um Stolperunfälle zu vermeiden, wurde die bestehende Terrasse bereits saniert – nun soll sie um 50 Sitzplätze erweitert werden und mit einem Holzboden versehen werden. Die vereinseigene Hohenzollernhütte in Tirol wurde neu gedeckt; das Dach des Winterraums war marode.

Besonders freut es Deutschenbaur, dass sich in den vergangenen zwei Jahren zehn neue Jugendleiter finden konnten. Insgesamt zählt der Verein damit 14 Jugendleiter und 72 aktive Kinder, die in Jugendgruppen klettern oder bouldern. Felix Friedrich hat den Boulderraum und den zehn Meter hohen Kletterturm in Starnberg zusammen mit den Jugendleitern aufgebaut. Erst in den Pfingstferien schraubten die Jugendlichen den gesamten Turm um, sodass neue Klettertouren entstanden.

Gearbeitet wird zudem an der Digitalisierung der Wegeverwaltung. Regelmäßig läuft der Wegewart mit Helfern die bis zu 3000 Meter hohen Wege ab, um sie auf Schäden zu untersuchen. Künftig können diese Hindernisse ganz bequem in einer App mit Fotos und genauem Standort festgehalten werden. Das verbessere die Schnelligkeit der Reparaturen und reduzierte den Arbeitsaufwand, sagte Deutschenbaur.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Felix Friedrich als Zweiter Vorsitzender, Jugendreferentin Sina Bakenhus, Schatzmeister Thomas Criegee (kommissarisch) und drei neue Beiräte aus dem Jugendleierteam: Laura Werny, Leon Wollenstein und Emilia Gottwald. Wiedergewählt wurden Vorsitzender Andreas Graser, Dritter Vorsitzender Thomas Criegee und Schriftführerin Astrid Süßmuth. „Wir haben uns gut gehalten“, sagt Deutschenbaur stolz. Besonders die Jugendlichen engagieren sich, Graser nannte dies in der Versammlung ein „hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft“.

Mathilda Trausch

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