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Mitglieder des Heimat- und Volkstrachtenvereins schepsen den neuen Maibaum in seinem Versteck in Starnberg. Aufgestellt wird er am 1. Mai auf dem Tutzinger-Hof-Platz.

Maibaum

Das wird Starnbergs neues Prachtstück

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Der Heimat- und Volkstrachtenverein hat den neuen Starnberger Maibaum am Karsamstag aus dem Wald geholt. Vorsitzende Judith Bucher ist sich sicher: „Der wird rund um die Uhr bewacht.“

Starnberg – Raus aus dem Wald und rein nach Starnberg: Der neue Maibaum für den Tutzinger-Hof-Platz ist da. Am Samstag um 6 Uhr in der Früh haben etwa 20 Mitglieder des Heimat- und Volkstrachtenvereins Starnberg die etwa 30 Meter hohe Fichte aus dem Forst von Erich Stoll zwischen Söcking und Hadorf geholt und über die Maximilian-von-Dziembowski-Straße ins Versteck mitten in der Stadt gebracht. Rund um Weihnachten war der Baum gefällt worden, nun geht es darum, ihn bis zum 1. Mai herzurichten – und natürlich darauf aufzupassen, dass er nicht gestohlen wird. Judith Bucher, die Vorsitzende des Vereins, ist sich sicher, dass beides klappt.

Das mit dem Herrichten und Schmücken sowieso: „Bereits am Samstag haben wir den Baum geschepst“, berichtet sie im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Über das Osterwochenende wurde dann eifrig gehobelt, ehe am heutigen Dienstag mit dem Schmirgelpapier die Oberfläche weiter bearbeitet werden soll, ehe die Trachtler mit dem Malen anfangen.

Aber auch das mit dem Bewachen klappt – zumindest nach Ansicht von Judith Bucher. „Wir haben rund um die Uhr Wachen aufgestellt“, sagt sie und ist guten Mutes – wohlwissend, dass der Maibaum der Kreisstadt für Maibaumdiebe von ganz besonderem Interesse ist. Natürlich habe sie vor den Unterbrunner Burschen mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung Respekt, sagt Bucher. „Auch die Burschen aus Steinebach sind schon ganz spitz drauf“, gibt sie die neusten Gerüchte weiter. Aber: „Wir sind gut organisiert.“ Rund 50 der insgesamt 360 Mitglieder sind eingebunden. Und außerdem hat der Heimat- und Volkstrachtenverein ja auch eine Serie zu verteidigen. Der letzte Diebstahl liege jedenfalls schon lange zurück, sagt die 38 Jahre alte Vorsitzende, die sich selbst nicht daran erinnern kann. Ach ja: Auch die Burschenschaft Wangen habe im Versteck schon vorbeigeschaut. „Aber das werten wir als Freundschaftsbesuch.“

Sie hätte übrigens so richtig Lust, mal selbst einen Maibaum zu stehlen. „Aber das kriegen wir wohl nicht hin“, sagt sie und sieht ihren städtischen Verein gegenüber umliegenden Burschenvereinen im Hintertreffen, was Manneskraft und technische Ausstattung anbelangt. Während der Baum also bewacht und hergerichtet wird, laufen auch andere Vorbereitungen auf Hochtouren. So schaut sich Malermeister Max Wörsching die rund 80 Jahre alten Zunftzeichen an und bessert aus, was ausgebessert werden muss. Und dann geht der Blick natürlich schon in Richtung 1. Mai. Um 8 Uhr in der Früh steht der Kran, um den Baum auf dem Tutzinger-Hof-Platz aufzustellen. „Wir würden es gerne per Hand machen, dürfen aber nicht“, sagt Bucher. „Dafür müssten wir nämlich auf der B 2 stehen.“ Und die Bundesstraße zu sperren sei nicht möglich.

Nach getaner Arbeit geht’s erst zum Weißwurstfrühstück, ehe um 14 Uhr das Maifest beginnt: mit der Stadtkapelle Starnberg, mit Tanzvorführungen der Trachtler, mit Speis und Trank und ab 17 Uhr mit offenem Tanzen zu Klängen der Hochberghauser Blasmusik. Es ist übrigens das erste Maifest in Starnberg seit sechs Jahren: Der Verein hat sich ein Jahr Aufschub gegönnt, weil er voriges Jahr mit dem Prinzregent-Luitpold-Fischerstechen voll ausgelastet war.  ps

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