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Gut gelegen sollen die neuen Gebäude (Mitte) sein. Oben links ist der Starnberger Bahnhof Nord.

12-Millionen-Euro-Projekt

40 Wohnungen für Senioren

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Starnberg – Die Wohnungsgenossenschaft Starnberger See plant an der Himbselstraße 40 Seniorenwohnungen. Interessenten können sich bereits melden.

95 Jahre gibt es die Wohnungsgenossenschaft Starnberger See bereits. Nun geht sie ihr bisher größtes Projekt an. An der Starnberger Himbselstraße 1 sollen 40 Wohnungen für Senioren gebaut werden. Dafür investiert die Genossenschaft 12,1 Millionen Euro, wie Vorstandsvorsitzender August Mehr gestern verkündete. Er hofft auf den Baubeginn im Juni kommenden Jahres, Fertigstellung Ende 2017, Anfang 2018. Dann sollen zwei Gebäude mit drei, vier und fünf Stockwerken stehen. 

Geplant: Car-Sharing und Fahrradstellplätze mit Ladestation

Die Verantwortlichen schwärmen von dem Projekt: Barrierefreie Wohnungen in bester Lage (Bahnhof Nord und Gewerbegebiet). Ein Gemeinschaftsbereich im Erdgeschoss soll den sozialen Kontakt fördern. Große Aufzüge ermöglichen auch Liegendtransporte. „Wir planen einen hohen energetischen Standard“, erklärt Vorstand Rudolf Bördlein, „damit werden wir die gesetzlichen Vorgaben deutlich unterschreiten.“ Größtenteils sollen Zwei-Zimmer-Wohnungen (36) entstehen, ansonsten Drei-Zimmer-Einheiten (3) und eine Ein-Zimmer-Wohnung. 

Zehn Wohnungen sind für sozial Bedürftige. Weitere zehn sind für Mieter, die mit ihrem Einkommen 30 Prozent über der dafür gesetzlichen Grenze liegen, weitere zehn Einheiten für Mieter, die 60 Prozent über der Grenze liegen. Zehn Wohnungen sind frei finanziert. Daraus ergeben sich Mieten zwischen sechs und elf Euro. Um eine Pflege-Betreuung müssen sich Senioren selbst kümmern. Wer noch Auto fährt, kann einen der 65 Tiefgaragenplätze sowie Car-Sharing nutzen. Zudem sind 38 Fahrradstellplätze mit Ladestation für E-Bikes geplant. 

Durch Moderinisierung 75 Prozent weniger CO-2-Ausstoß

Die Flachdächer der Gebäude sollen begrünt werden, sagt Rainer Hofmann, Geschäftsführer des beauftragten Münchner Architekturbüros bogevischs im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Die Bestandsgebäude aus den Siebziger Jahren schließen den Kreis, es ergebe sich ein ruhiger Innenhof. „Das ist der große Gewinn.“ Der Komplex könne im Verbund mit dem Bahnhof Nord gar eine „Torfunktion zur Stadt“ übernehmen. 

Der erste Weg zu einer der Wohnungen wäre eine Mitgliedschaft bei der Genossenschaft. Seit zwei Jahren aber gibt es einen Aufnahmestopp. Allerdings könnten Bürger ihr Interesse signalisieren und somit auf einer Liste landen. In den vergangenen Jahren konzentrierte sich die Genossenschaft auf Modernisierung. Seit 2010 wurden 134 Wohnungen für 11,1 Millionen Euro modernisiert: Neue Bäder, Heizungen und Dämmung – und 75 Prozent weniger CO-2-Ausstoß. Mehr kündigt an: „Wir werden unseren Wohnungsbestand in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf den heutigen Stand bringen.“ 

Genossenschaft hat weitere Projekte ab 2020 im Blick

Nach der Modernisierung zahlen die Mieter einen Euro mehr pro Quadratmeter und Monat. Das soll sich aber durch geringere Heizkosten ausgleichen, sagt Mehr. Mieter zahlen zwischen vier und sieben Euro pro Quadratmeter. Kurz vor dem 100-jährigen Bestehen der Genossenschaft könnten weitere große Bauprojekte in Gang gebracht werden. Grundstücke an der Angerweide (9500 Quadratmeter), oder Perchastraße (1300 Quadratmeter) hat sie bereits im Blick und rechnet mit einer Umsetzung ab 2020.

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