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Spaß im Starnberger Seebad haben Kinder seit der Eröffnung im Juli 2018

Thema im Stadtrat

Wunsch aus Feuerwehrkreisen: Retter-Nachwuchs soll billiger ins Starnberger Seebad

Der Nachwuchs von Feuerwehr, Wasserwacht, BRK und Co. soll günstiger ins Starnberger Seebad kommen. Der Stadtrat steht diesem Wunsch positiv gegenüber. Diskussionsstoff gab es trotzdem. 

Starnberg – Der Stadtrat steht einem Antrag aus Feuerwehrkreisen positiv gegenüber, auch Kindern und Jugendlichen aus Rettungsorganisationen wie Feuerwehr, BRK, Wasserwacht, THW und DLRG aus dem Stadtgebiet den kostenlosen oder zumindest vergünstigten Besuch des Starnberger Seebades zu ermöglichen. Aktive Erwachsene dieser Rettungsdienste haben bereits Freikarten fürs Bad als Anerkennung ihres Engagements.

Dr. Marcus Fohrmann, zweiter Kommandant der Hadorfer Feuerwehr, hatte beantragt, den Kindern und Jugendlichen freien Eintritt zu gewähren. Das soll die Attraktivität der Organisationen steigern und so mehr Junge ans Ehrenamt heranführen. Die Stadtverwaltung war nicht überschwänglich begeistert: Der freie Eintritt für Aktive soll Anerkennung sein; bekommen mehr diesen Bonus, könnte er entwertet werden. Zudem sehe die Bayerische Ehrenamtskarte, die viele Vergünstigungen bringt, keine Kinder- und Jugendkarte vor und setze eine längere ehrenamtliche Tätigkeit voraus (mindestens zwei Jahre). Jugendliche bis 15 Jahre zahlen derzeit je nach Saison 3,50 oder 4,50 Euro pro Badbesuch und damit drei Viertel des Erwachsenenpreises.

Viele Befürworter für den Antrag

Im Stadtrat fand der Antrag einige Befürworter. Feuerwehrreferent Franz Heidinger (BLS) fand ihn gut, will ihn aber erst mit allen Kommandanten besprechen. Stefan Frey (CSU) hielt den Vorstoß nicht für entscheidungsreif, da die Umsetzung zu unklar sei. Er plädierte dafür, den Bonus nicht einfach so zu vergeben, sondern an Vorgaben zu binden. Michael Mignoli (BLS) beschlich ein ungutes Gefühl angesichts möglicher Verfahren: Man solle den Gruppenleitern einfach Freikarten geben, die diese nach ihren Erfahrungen verteilen können, und keinen Riesenapparat aufbauen. Johannes Bötsch (BLS) verwies lediglich darauf hin, dass in München Kinder und Jugendliche sowieso freien Eintritt in Bäder hätten: „Das Defizit wird das Kraut nicht fett machen.“ Es geht wohl bei den Feuerwehren um rund 30 Kinder und Jugendliche; von den anderen Organisationen lagen dem Stadtrat keine Zahlen vor.

Bürgermeisterin Eva John will mögliche Umsetzungen mit den Organisationen beraten und den Hauptausschuss informieren. Der Stadtrat sprach sich einstimmig für den Antrag aus, will Bürokratie aber vermeiden.

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